
Dieser Beitrag erschien am 12.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.
Die weltweiten geistigen und körperlichen Attacken von muslimischer Seite im Anschluß an die Veröffentlichung von islamkritischen Karikaturen haben nun, mehr als 2 Jahre nachdem “Jylannds Posten” die Karikaturen gedruckt hatte, zumindest in Frankreich ein gerichtliches Ende gefunden. Mehrere muslimische Organisationen hatten Philippe Val, den Produktionsleiter, des Satiremagazins “Charlie Hebdo”, das sich erdreistet hatte, neben 2 dänischen Karikaturen auch eine Eigenproduktion zu veröffentlichen, geklagt. Die Basler Zeitung berichtet über die Bestätigung des Freispruchs in Berufung:
Der Prozess hatte in Frankreich, wo fünf Millionen Muslime leben, für grosses Aufsehen gesorgt. In dem Verfahren machten sich parteiübergreifend prominente Politiker für die Meinungs- und Pressefreiheit stark, in erster Instanz auch der heutige Präsident Nicolas Sarkozy, der damals als Innenminister für Religion zuständig war.
Wie schon im ersten Prozess vor einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft für Val einen Freispruch verlangt. Ihm war «öffentliche Beleidigung einer Personengruppe wegen ihrer Religion» vorgeworfen worden, worauf in Frankreich bis zu sechs Monate Haft und Geldstrafe stehen.
Gegenstand des Prozesses waren zwei dänische Karikaturen und eine Eigenproduktion von «Charlie Hebdo»-Zeichner Cabu: Letztere zeigte den Propheten Mohammed neben dem Text «Mohammed von Fundamentalisten überrannt» und mit der Sprechblase «Es ist schwer, von Schwachköpfen geliebt zu werden».
Bei den dänischen Produktionen handelt es sich um die Zeichnung mit den im Paradies ankommenden Selbstmordattentätern (»Stopp, Stopp, wir haben keine Jungfrauen mehr») und um das Porträt des Propheten mit Turban in Form einer Bombe mit brennender Zündschnur.
Vielleicht sollte man eine Kopie des Urteils in den Niederlanden veröffentlichen und an alle Botschaften islamischer Länder schicken…
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