
Dieser Beitrag erschien am 17.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.
Eine etwas andere Bewertung der Geiselnahme zweier Österreicher in der Sahara nahm gestern der deutsche Moslemsprecher “Islamwissenschaftler” Michael Lüders live im österreichischen Fernsehen in der Sendung “Im Zentrum” vor. Der Standard berichtet über Lüders´ wirre Theorien, die er mit einer höchst überrraschenden Feststellung einleitete:
Die Gefangennahme von Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber in der tunesischen Wüste (…) dürfte einen kriminell-finanziellen Hintergrund haben
Ach da sind wir aber beruhigt. Es sind keine Terroristen, die die Regierung erpressen, sondern ganz normale Verbrecher.
Verständnisvoll erklärte Lüders die angespannte finanzielle Lage der al-Kaida:
Durch die dezentrale Struktur von Al-Kaida müssen sich die stark autonomen Gruppen weltweit selbst finanzieren. Das könnte zum Problem geworden sein, da die algerischen Behörden den Finanzfluss aus Afghanistan gekappt hätten, so Lüders
Wohin soll ich denn meinen Dauerauftrag schicken? Oder kann ich auch Sachspenden abgeben?
Schließlich ist die al-Kaida ja ganz ohne Unterstützung:
Außerdem könne die Entführergruppe nicht auf Unterstützung aus der Bevölkerung zählen, da sie dort selbst zumeist stark abgelehnt werde
Lüders, der unter anderem Mitglied im türkischen (!!!) Unternehmerverband ist und für die SPD-finanzierte Friedrich-Ebert-Stiftung (Hier finden Sie Detailszu seinen Tätigkeiten) arbeitet, warf dann mit dieser Aussage:
Man könne davon ausgehen, dass die Geiselnahme für die Terror-Gruppe selbst ein sehr großes Risiko darstelle, weil die maoistische Guerilla-Taktik, sich wie ein “Fisch im Wasser” zu bewegen, in diesem Fall nicht funktioniere
die Frage auf, ob er bei so viel Verständnis nicht gleich für die al-Kaida arbeiten wolle.
Aber es wurden auch echte Lösungsansätze diskutiert. Wolfgang Bachler, ehemaliger Cobra-Chef, meinte:
Bei Verhandlungen mit Terroristen gehe es vor allem um den Aufbau von Gesprächsmöglichkeiten und nicht um “verhandeln” im herkömmlichen Sinn
Kuschelkurs gegen Kalaschnikow also. Na wenn er selbst dran glaubt.
Und selbstverständlich ist die Kommentarfunkion im Standard deaktiviert.
Aber Herr Lüders ist hier erreichbar: nahost@michael-lueders.de
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