Gegen den Strom

Geschlechtertrennung beim Gemeindefest

März 18, 2008 · 7 Kommentare

Dieser Beitrag erschien am 10.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Nevzat Özden, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde Am Schwarzbach, hat zum Gemeindefest geladen, und die Waltroper Zeitung hat sich schön brav instrumentalisieren lassen. Politisch korrekt wird von den Vorzügen berichtet:

Derweil erzählt Nevzat Özden über die Arbeit in der Gemeinde. Für die Erwachsenen werden Deutschsprachkurse angeboten, für die Schüler gibt es Nachhilfe. Die religiöse Unterweisung dürfe allerdings auch nicht fehlen. “Wir leisten kulturelle, soziale und religiöse Dienste”, sagt Özden.

Er sehe, dass es eine gewisse Scheu gebe. “Wenn Leute hier vorbeifahren, fühlen sie sich fremd. Aber sie sind eingeladen, sich selbst ein Bild davon zu machen.” Die Nachbarn hätten die türkische Gemeinde schnell akzeptiert. Etliche von ihnen kommen sogar zum Gemeindefest. “Es gibt die typischen Vorurteile, aber ich lade jeden ein, sich selbst ein Bild zu machen.” Özden hofft, dass mehr Menschen ihre Berührungsängste überwinden und denkt, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist.

Und natürlich gibt es eine Trennwand. Wo kämen wir denn hin, wenn mitten im 21. Jahrhundert, Männlein und Weiblein zusammen feiern. Ganz unkritisch wird das Vorschreiten des Mittelalters hingenommen:

Eine Zeltwand trennt die Männer von den Frauen, eine unscheinbare Grenze. Aber sie wird ernst genommen. “Das ist unser Glaube”, erklärt Nevzat Özden. Er ist Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde Am Schwarzbach. -
Das Gemeindefest verbringen die Frauen und Männer getrennt, am Nachmittag wird es langsam voller auf dem Gelände der Gemeinde. Auf der Seite der Männer sieht alles eher schlicht aus, “drüben” zeigen sich die Gemeindemitglieder in bunten Kleidern, selbst gemachtes Gebäck und bunter Kuchen wird angeboten. Daneben steht die große Hüpfburg für die Kinder. Die Männer gehen nur bis zur Grenze. Weiter geht es nicht. Es werde auch nicht zusammen gebetet.

Offenbar ist die kulturelle Unterwerfung schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Schade, daß die Waltroper Zeitung es nicht für nötig hält, sich etwas kritischer zur importierten Geschlechterapartheid zu äußern.

Kategorien: frauenrechte · islam · politik
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7 Antworten so far ↓

  • Tintifax // März 22, 2008 um 8:02 Uhr vormittags

    Dieser Zeitungsartikel hat nichts mit Journalismus zu tun, das hört sich mehr nach “bezahlter Anzeige” an.

  • Tintifax // März 22, 2008 um 8:03 Uhr vormittags

    Diese Geschlechtertrennung bräuchten wir wo anders, nämlich zum Beispiel in der wiener U-Bahn. Dort werden die “Frauen der Ungläubigen ” immer öfter zum Opfer der aufgestauten islamischen Kontaktfreude.

  • schwejk1 // März 22, 2008 um 9:22 Uhr vormittags

    schreib doch mal an die wiener verkehrsbetriebe. die sind doch eh sehr um ihre kunden bemüht…

  • Tintifax // März 22, 2008 um 9:55 Uhr vormittags

    Die wiener Verhehrsbetriebe sind rot. Bei der letzten Gemeinderatswahl wählten die eingewienerten Moslems zu 60%…..rot.

  • schwejk1 // März 22, 2008 um 10:07 Uhr vormittags

    ach, probier es einfach mal. es wird ja ansonsten auch auf jede minderheit rücksicht genommen. wenn du eine initiative für moslemfreie u-bahn waggons machst, dann überlegen die mal eine woche im vorstand, ob das verarschung oder ernst gemeint ist.

  • Tintifax // März 22, 2008 um 10:25 Uhr vormittags

    Man müßte das anders angehen: nicht Moslem-frei, sondern frei von Ungläubigen. Dann würden wir die Grünen und andere Gutmenschen für unsere Zwecke instrumentalisieren. Man muß die Gegner mit deren Waffen schlagen.

  • schwejk1 // März 22, 2008 um 11:11 Uhr vormittags

    Na schreib mal ein email. Irgendein Integrationssprecher wird die Idee schon aufgreifen

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