Gegen den Strom

Hasspredigende Plüschtiere

März 18, 2008 · Keine Kommentare

Dieser Beitrag erschien am 9.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Politically Incorrect berichtete schon vor knapp 2 Wochen davon, nun hat auch die altehrwürdige Frankfurter Allgemeine Zeitung das Thema entdeckt. Al-Aqsa-TV bringt die Vorzüge des heldenhaften Märtyrertodes in die palästinensischen Kinderzimmer, zur Zeit in Form des Plüschhasen Assud, der von der Moderatorin Saraa, die bis jetzt noch nicht den Heldentod gestorben ist, unterstützt wird:

Der neue Plüsch-Hassprediger war nötig geworden, weil die Sendung solche Figuren verschleißt. Vor Assud gab es die Biene Nahoul und eine Maus namens Farfour. Beide sind inzwischen gestorben - natürlich den Märtyrertod, der grausam inszeniert wurde: So starb Nahoul, weil sie krank war und den Gazastreifen nicht verlassen durfte.

„Alle Kinder Palästinas sterben ohne Behandlung“, sagte ihr Vater, Nahoul begann zu schreien, klagende Musik kündigte ihren Tod an. Auch bei Farfours Tod wurde kein Stereotyp ausgelassen: Ein israelischer Agent suchte an Farfours Dokumente zu gelangen, die zeigen, dass Palästina den Palästinensern gehört. Erst versucht der Israeli es mit Schmeicheleien, dann mit Geld. Da Farfour standhaft blieb, erschlug er ihn kurzerhand. Saraa verkündete mit gesenktem Blick: „Liebe Kinder, wir haben unseren liebsten Freund verloren. Farfour wurde Märtyrer, als er sein Land verteidigte.“

Vor ihrem Ableben bringen die Plüschmärtyrer aber noch wichtige Infos unter die palästinensische Jugend:

Boykottierst du israelische und dänische Produkte?“, fragt Assud eine Anruferin und spielt auf die in Dänemark abermals veröffentlichten Mohammed-Karikaturen an. „Ja, Assud, das tue ich“, antwortet das Kind brav. „Er ist ein Krimineller“, sagt eine andere Anruferin, sie meint den Karikaturisten. „Ich sage ihm und allen anderen, egal wie sehr sie versuchen, ihn zu verstecken, wir werden es schaffen, ihn zu ermorden, so Allah will.“

Gezielt steuert Saraa die Hasstiraden auf den Höhepunkt: „Die Soldaten der ,Pioniere von morgen’ werden den Propheten Mohammed mit allem, was sie besitzen, erlösen, sogar mit ihrem Blut. Sie werden ihnen nicht erlauben, das noch einmal zu tun.“ „Wenn sie es noch einmal tun“, sagt Assud und trommelt sich mit geballten Fäusten auf die Brust, „dann werden wir sie töten, richtig?“ Wie nicht anders zu erwarten, bejaht Saraa. „Ich werde sie beißen und auffressen“, sagt Assud.

Kindgerechter Höhepunkt der Sendung “Pioniere von morgen” war die letzte Folge:

Statt vor himmelblauem Studiohintergrund steht Assud in seinem rosa Kostüm vor der meterhohen Fotoprojektion eines blutverschmierten Babykopfes - angeblich ein Kind, das in den letzten Tagen im Gazastreifen von der israelischen Armee getötet wurde.

Aber auch Assuds Tage scheinen gezählt, denn Märtyrer werden dringend gebraucht, erst letzte Woche konnte sich einer seine Jungfrauen bei Allah nach einem Selbstmordanschlag in einer Talmudschule abholen:

„So Allah will, wenn ich den Märtyrertod gestorben bin, wird ein Tiger meinen Platz einnehmen“, sagte Assud kichernd und fragte Saraa: „Wer wird die Sendung moderieren, wenn du als Märtyrerin stirbst? Werden 100.000 Saraas deinen Platz einnehmen?“ Saraa lächelte verlegen und gab vor, nachdenken zu müssen. Schließlich sagte sie schicksalsergeben: „So Allah will, Assud.“

Wer es nicht glaubt, klickt hier und wer Bilder sehen möchte, klickt hier, Youtube machts möglich.

Kategorien: hamas · islam · politik
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