
Dieser Beitrag erschien am 17.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.
Die aus Bangladesch stammende Autorin Taslima Nasreen will Indien verlassen, nachdem sie dort seit November aus Sicherheitsgründen ihr Haus nicht mehr verlassen darf. Vertreter der Religion des Friedens trachten ihr nach dem Leben. Die Zeit verschleiert die Tatsachen in den fett gedruckten Zeilen unter der Unterschrift:
Die in Indien faktisch unter Hausarrest stehende Schriftstellerin Taslima Nasreen will aus gesundheitlichen Gründen ihre Wahlheimat verlassen. Vor fast 15 Jahren zwangen Morddrohungen von Islamisten sie zur Flucht aus Bangladesch.
Ein paar Zeilen weiter unten kommt dann doch Mut zur Wahrheit durch:
Die 45-Jährige war Ende November nach gewalttätigen Protesten radikaler Muslime in ihrer Wahlheimat Kalkutta unter den Schutz der indischen Regierung gestellt worden. Gegenüber indischen Medien hatte sie jedoch immer wieder beklagt, sie fühle sich unter Hausarrest gestellt. Die Behörden hätten ihr mitgeteilt, sie dürfe sich aus Sicherheitsgründen nicht in der Öffentlichkeit zeigen und keine Freunde besuchen.
Allerdings dauert Nasreens Leidensgeschichte schon etwas länger:
Morddrohungen islamischer Fundamentalisten hatten Nasreen bereits 1994 zur Flucht aus Bangladesch gezwungen. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat 1998 musste sie sich wegen ihres islamkritischen Buches “Schande” massiver Anfeindungen erwehren. Wegen angeblicher Gotteslästerung und Verunglimpfung des Korans sind mehrere ihrer Bücher in Bangladesch verboten. 2005 ging Nasreen ins Exil nach Kalkutta. Seit dem vergangenen Jahr wird die umstrittene Schriftstellerin jedoch auch von indischen Muslim-Extremisten mit dem Tode bedroht
Rushdie, Wilders, Hirsi Ali, van Gogh, Fortuyn, Nasreen….was muß noch passieren?
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