Gegen den Strom

Gebetsraumurteil: Kein Einspruch

März 26, 2008 · 14 Kommentare

Jürgen Zöllner
Vor 2 Wochen war es passiert: Ein muslimischer Junge hatte gegen eine standhäfte säkulare Schule einen eigenen Gebetsraum vor Gericht erkämpft. Die Empörung war quer durch alle politischen Strömungen groß, der grüne Integrationssprecher Özcan Mutlu bezeichnete den Gerichtsbeschluß sogar als “Gift für die Integration”.
Die gesamte politische interessierte Welt rechnete mit einer Berufung. Und der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner macht nichts.
Der Tagesspiegel kommentiert die wahrscheinliche Zukunft ans Berlins Schulen:

Der junge Muslim betet mit dem Segen des Staates weiter, und Dutzende, Hunderte, Tausende Muslime an Berliner Schulen könnten ihm es gleichtun: Pausenklingeln, Schuhe aus, Füße waschen, rein in die Turnhalle und dann Richtung Mekka, vielleicht findet sich noch ein Hausmeister, der den Muezzin macht – so in etwa sieht es aus, das abendländische Horrorszenario, das nicht nur Bildungspolitiker umtreibt.

Zöllners “Strategie” sieht so aus:

Aus formalen Gründen fechten wir den Beschluss nicht an, in der Hauptsache aber kämpfen wir für das Gebetsverbot.

Das klingt nach klassischem Schildbürgerstreich: Erst werden Gebetsräume gebaut und dann werden Gebetsverbote eingeführt. Die Stadt Berlin scheint immer noch zuviel Geld zu haben.

Kategorien: berlin · bildung · islam · politik
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14 Antworten so far ↓

  • mupan // März 26, 2008 um 9:38 Uhr nachmittags

    Dies ist ein Brandstifter-Blog. Nicht, dass es eigentlich sachlich falsch wäre, was hier geschrieben wird. Das ist aber genau das Gefährliche. Der Blog konzentriert sich auf die fragwürdigen oder eindeutig miesen Züge _einer_ gesellschaftlichen Gruppe in Deutschland. Das macht den Autor zum Brandstifter.

  • schwejk1 // März 26, 2008 um 9:48 Uhr nachmittags

    ich überbringe nur die botschaft. die taten führt jemand anders aus.
    aber es ist naürlich kurzfristig einfacher, den boten zu köpfen, als etwas gegen die tatsachen zu machen.
    daß jemand es als gefährlich empfindet, daß über miese züge einer gesellschaftsgruppe, die sich übrigens rapide vermehrt und zunehmend freiheiten aufgrund von extrawürsten abschaffen will, berichtet wird, spricht bände.

  • mupan // März 26, 2008 um 10:02 Uhr nachmittags

    Du hast nicht gelesen, was ich tatsächlich geschrieben habe, jedenfalls geht deine Antwort an meinem ursprünglichen Kommentar vorbei. Davon abgesehen köpfe ich niemanden. Wenn du nicht nur Ressentiments schüren, sondern eigentlich demokratische Werte verteidigen willst oder wolltest, dann solltest du eine klare Ansage eigentlich als demokratischen Diskurs zu schätzen wissen, und nicht beleidigt reagieren.

  • schwejk1 // März 26, 2008 um 10:08 Uhr nachmittags

    ich bin nicht beleidigt, aber ich habe gelesen, daß ich als überbringer kritisiert wurde (brandstifter ist wohl schon kritik). wer den kopf in den sand stecken will, kann es gerne tun, ich mache es nicht. ich zwinge niemanden, mein blog zu lesen, ich will niemanden anders blog abdrehen, ich berichte: über den alltäglichen irrsinn, der sich toleranz nennt und vorauseilender gehorsam ist, in europa. ich fordere niemanden auf, etwas zu tun, ich berichte. nicht mehr und nicht weniger.
    hier nochmals dein zitat “Dies ist ein Brandstifter-Blog. Nicht, dass es eigentlich sachlich falsch wäre, was hier geschrieben wird. Das ist aber genau das Gefährliche. Der Blog konzentriert sich auf die fragwürdigen oder eindeutig miesen Züge _einer_ gesellschaftlichen Gruppe in Deutschland. Das macht den Autor zum Brandstifter.”
    wenn man zum brandstifter wird, weil man über einen flächenbrand berichet, dann bin ich in der tat ein brandstifter.

  • Allahsschamhaar // März 27, 2008 um 9:20 Uhr nachmittags

    mupan has a small penis

  • Jacques Auvergne // März 27, 2008 um 10:43 Uhr nachmittags

    Gegen_den_Strom mach auf Demokratiedefizite der prekären kulturellen Moderne aufmerksam, ist damit ein veritabler Feuerlöscher.

    Weiter so, Schwejk, du hast einen sehr demokratischen Kurs. Das mag Theokraten oder blinden Fremdenfreunden ja gegen den Strich gehen.

    In hundert Jahren werden sich alle bequemen Nutznießer der Demokratie ‘deiner Seite, nachträglich’ zuordnen. Die Freikämpfer der steinigen und gestrüppreichen demokratischen Wege haben es noch nie ganz einfach gehabt.

    Eckig bleiben, eigensinnig!
    Jacques Auvergne
    http://jacquesauvergne.wordpress.com/

  • Tintifax // März 27, 2008 um 10:43 Uhr nachmittags

    Mupas Reaktion ist ein klassisches Beispiel für die mangelnde Kritikfähigkeit des Islam. Wer (berechtigte) Kritik übt, oder so wie hier nur sachlich über unbequeme Wahrheiten berichtet, wirde sofort verteufelt. Ja, man darf auch den Islam kritisieren, ob es euch paßt oder auch nicht. Wenn euch der freie Journalismus misfällt, dann verpißt euch dorthin zurück, wo es diesen freien Journalismus nicht gibt.

  • Tintifax // März 27, 2008 um 10:55 Uhr nachmittags

    Geert Wilders hat einem Medienbericht zufolge seinen Koran-feindlichen Film ins World Wide Web gestellt. Das berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP heute. In dem Film wird der Koran Medienberichten zufolge als “faschistisches Buch” gebrandmarkt.

    Bravo Geert

    Ich hoffe, dieser Film wird bald auch auf gegen- den- strom zu sehen sein.

  • schwejk1 // März 27, 2008 um 11:04 Uhr nachmittags

    das ist er schon lange…. http://gegendenstrom.wordpress.com/2008/03/27/fitna-online/
    einfach auf den link in dem beitrag ganz unten klicken. ich hatte es ganz kurz nach PI online

  • schwejk1 // März 27, 2008 um 11:26 Uhr nachmittags

    @ jacques auvergne: freiheitskämpfer haben nie viele freunde, da ist man automatisch eigensinnig.
    hab dich übrigens verlinkt. wenn es nicht ok ist, bitte melden, ansonsten wäre ein gegenlink nett

  • Lahav // März 30, 2008 um 2:28 Uhr nachmittags

    Danke für den Blog-

    die Zunhehmende Aufweichung der Säkulariserung an Schulen und anderen staatlichen Institutionen ist ein bedrohlicher und unter Umständen verhängnisvoller Prozess. Gerade wenn es sich dabei um so gefährliche wie demokratiefeindliche Gesinnungen handelt wie den Islamismus der aus einem christlich-abendländischen Europa mit aller Gewalt verbannt werden muss!

    Dennoch sei gewarnt vor einer Stigmatiserung von Milliarden von Menschen einer Religion über die Beurteilung einzelner hinaus. Kommentare wie: “mupan has a small penis” zeugen davon welches unterbelichtete Pack von Primaten zwischen den Reihen echte libverlaer oder konservativer Denker weilt.

  • schwejk1 // März 30, 2008 um 3:28 Uhr nachmittags

    danke für den zuspruch.
    wie schon mal in einem anderen kommentar gepostet: wenn man davor angst hat, daß sein tun von irgendwem mißbraucht oder benützt werden könnte, dann sollte man es lassen, denn alles kann mißbraucht werden. es sind auch schon leute mit einem brieföffner ermordet worden.
    “unterbelichtete primaten” sind eine häßliche begleiterscheinung, aber noch häßlicher wäre es, aus angst, von diesen leuten vereinnahmt zu werden, zu schweigen

  • mupan // April 1, 2008 um 7:27 Uhr vormittags

    Ah, das ist gut. Durch meinen Nick werde ich für einen arabischen Immigranten gehalten. Das gefällt mir, und auch die entlarvende Reaktion.

    Dennoch, dies ist die Art, wie die moderne Rechte Brandstiftung betreibt: Es wird ja nur »berichtet«, »dokumentiert«, alles im legalen Rahmen, aber in Auswahl und Darstellung tendenziös und propagandistisch. Dafür, dass »unterbelichtete Primaten« dann böse Dinge schreiben oder vielleicht tun, kann ja der Reporter nichts. Da will er auf einmal wieder die Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen.

    Nun, ich werde diesen Blog nicht weiter durch Kommentare und überhaupt meine Aufmerksamkeit befördern.

  • schwejk1 // April 1, 2008 um 8:25 Uhr vormittags

    da dies offensichtlich auf mich bezogen ist, muß ich wohl antworten: alleine schon die bezeichnung als “moderne Rechte” ist eine Unterstellung. Islamkritiker gibt es mittlerweile aus allen Lagern. ich bin kein brandstifter, sondern brandmelder.
    im rahmen der meinungsfreiheit lasse ich ihren beitrag stehen, auch wenn ich völlig konträrer meinung bin.

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