Gegen den Strom

Theaterstück als “psychologische Kriegsführung”

März 31, 2008 · 2 Comments

Bahman Nirumand
Nachdem nun einen Tag lang Lobeshymnen auf islamische Toleranz gesungen wurden, weil es keinen Terroranschlag auf das Hans-Otto-Theater in Potsdam gegeben hat, meldet sich nun ein in Deutschland lebender iranischer Publizist mit dem Namen Bahman Nirumand zu Wort. Die Welt berichtet über einen Mann, der obwohl er im Exil leben muß, offenbar glaubt, daß in Europa wie in seiner Heimat alles von oben gesteuert wird:

Der in Deutschland lebende iranische Publizist Bahman Nirumand hat die Theateraufführung von Salman Rushdies «Satanischen Versen» in Potsdam und den antiislamischen Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders als Formen «psychologischer Kriegsführung» bezeichnet. Die Freiheit der Kunst sei in solchen Fällen nur ein Vorwand für «pure Provokation», sagte der im Exil lebende Nirumand heute im Deutschlandradio Kultur. «Ich kann versichern, dass die Fundamentalisten das sehr, sehr dankbar aufnehmen. Daraus schlagen sie doch Kapital. Das ist ein gegenseitiges Sich-Bälle-Zuwerfen.»

Hier ist das Originalinterview in Audioversion.

Der Herr lebt zwar im Exil, weil er im Iran nicht sagen darf, was er will, aber die Schuld für islamische Aggressionen sucht er hierzulande. Er ist schon gut assimiliert.

Anmerkung in eigener Sache: Ich ersuche jeden Leser, diesen Hinweis in eigener Sache zur Zukunft des Blogs zu lesen und eine Antwort zu geben.

Categories: islam · politik
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2 responses so far ↓

  • Tomek // März 31, 2008 at 6:06

    Er hat doch vollkommen Recht.
    Ich moechte die gewaltoffene Islamisierung, die es ja zu geben scheint, nicht bagatellisieren. Aber um sie einzudaemmen, genuegt es nun mal nicht, ein provokantes Filmchen ins Netz zu stellen, das ein vollkommen verzerrtes Bild wiedergibt. Das ist nur Oel in die Flammen der Wut. Man darf auch nicht vergessen: das antiwestliche Denken hat auch seinen geistigen Naehrboden, genauso wie der Anti-Islamismus. Beide legitimieren ihre Ideologie mit den Gegenbehauptungen der Anderen. Es ist in einer global verknuepften Welt nicht mehr so einfach, nur noch in Deutschland zu schauen, was wir hier richtig machen. Besonders was wir im Ausland machen praegt unser Bild, das was wir im Inland treiben unterstreicht es nur.

  • Cuautemoc // April 1, 2008 at 12:38

    Den älteren unter uns ist Nirumand kein Unbekannter. Er gehörte zu den Leuten um Rudi Dutschke die 1967 die Anti-Schah Hysterie in Berlin schürten. Was Meinungsfreiheit und Demokratie beinhalten hat er nach mehr als 50 Jahren im deutschen Exil immer noch nicht begriffen. Die Menschenrechte sind in seiner heute noch weit weniger wert als zu Zeiten des verhassten Reza Pahlevi.

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