Der Spiegel hat soeben ein Interview mit Geert Wilders veröffentlicht. Ich möchte es sofort und ungekürzt im englischen Originalton veröffentlichen, die Übersetzung ist jetzt unter der Originalversion zu finden, auf Deutsch ist dieses Interview beim Spiegel nicht zu sehen.
‘Moderate Islam Is a Contradiction’
SPIEGEL: Last Thursday, you released a long-awaited film that rails against the Koran. Heads of government across the EU are already discussing it and in Afghanistan Dutch flags are going up in flames. Have you achieved your goal: to provoke?
Wilders: The political elite has demonstrated with astonishing clarity that it learned nothing from the debate over the Muhammad cartoons. It bows to the Islamists. For example, our government has developed evacuation plans for our diplomatic missions abroad. That’s just an invitation to militant Muslims.
SPIEGEL: You invoke the right to freedom of opinion but you demand a prohibition of the Koran. Does that not contravene the principle of religious tolerance?
Wilders: For me, Islam is a vision of a society that defines all forms of interpersonal behavior — from inheritance to criminal law. This ideology endangers our values. I hate it, I don’t hate Muslims.
SPIEGEL: Is the comparison between the Koran and Hitler’s “Mein Kampf” not totally inappropriate? In making it, you’re providing the imams with a perfect image of the enemy.
Wilders: I want to provoke a discussion. Certain Koranic verses have moved their followers to commit the most abhorrent acts. Where is the imam who stands up in the Netherlands and says, for us, homosexuals are entitled to equal rights and everyone has the right to abandon their faith.
SPIEGEL: Your tirades are a challenge to all moderate Muslims and those pushing for Islamic reform.
Wilders: Moderate Islam? That’s a contradiction. It’s going to be a long time before we see a new Koran, an equivalent to the New Testament. Attacks don’t happen in the name of Buddhism or Christianity; nor do homosexuals get beaten up, as happens daily in Amsterdam.
SPIEGEL: But immigrant youth crime has nothing to do with religion.
Wilders: It’s true, they don’t carry the Koran under their arms. But it’s at home. And their fathers go to the mosque. They don’t tell their children that beating women or believers of other religions is not allowed. That’s why he have to push harder for a kind of Leitkultur, a guiding culture. Not a monoculture but a culture that draws on our Christian, Jewish, humanistic traditions and that poses a challenge to the Islamic problem. This is patriotism, not nationalism, this is pride in our own culture.
SPIEGEL: You have turned down many offers of dialogue from Muslim groups. You’re mainly interested in winning votes.
Wilders: I represent half a million people who are concerned about Islam. I’m a party politician and I’m not ashamed of it.
Interview conducted by Gerald Traufetter
Übersetzung:
“Moderater Islam ist ein Widerspruch”
SPIEGEL: Letzten Donnerstag haben Sie einen lange erwarteten Film veröffentlicht, der auf den Koran schimpft.Regierungsspitzen quer durch die EU diskutieren ihn bereits und in Afghanistan gehen niederländische Fahnen in Flammen auf. Haben Sie Ihr Ziel erreicht: zu provozieren?
Wilders: Die politische Elite hat mit erstaunlicher Klarheit demonstriert, daß sie nichts aus der Debatte über die Mohammed-Karikaturen gelernt hat. Sie verbeugt sich vor den Islamisten. Unsere Regierung hat zum Beispiel Evakuierungspläne für unsere Vertretungen im Ausland entwickelt. Das ist geradezu eine Einladung für militante Moslems.
SPIEGEL: Sie berufen sich auf die Meinungsfreiheit, aber sie verlangen ein Verbot des Koran. Verstößt das nicht gegen das Prinzip der religiösen Toleranz?
Wilders: Für mich ist der Islam eine Gesellschaftsvision, die alle Arten des zwischenmenschlichen Verhaltens definiert - vom Erb- bis zum Strafrecht. Diese Ideologie gefährdet unsere Werte. Ich hasse sie, ich hasse nicht Moslems.
SPIEGEL: Ist der Vergleich zwischen dem Koran und Hitlers “Mein Kampf” nicht völlig unpassend? Indem sie das tun, statten sie die Imame mit einem perfekten Feindbild aus.
Wilders: Ich will eine Diskussion provozieren. Gewisse Koranverse habe ihre Anhänger dazu bewegt, die fürchterlichsten Taten zu begehen. Wo ist der Imam, der in den Niederlanden aufsteht und sagt, Homosexuelle haben bei uns die gleichen Rechte und jeder hat das Recht, seinen Glauben abzulegen.
SPIEGEL: Ihre Tiraden sind eine Herausforderung für alle moderaten Moslems und jene, die eine islamische Reform( oder Reformation, Anm., ist unklar) anstreben.
Wilders: Moderater Islam? Das ist ein Widerspruch. Es wird viel Zeit vergehen, bevor wir einen neuen Koran sehen - ein Äquivalent zum Neuen Testament. Angriffe passieren nicht im Namen des Buddhismus oder des Christentums; auch Homosexuelle werden nicht verprügelt, so wie das täglich in Amsterdam passiert.
SPIEGEL: Aber Immigrantenjugendkriminalität hat nichts zu tun mit Religion.
Wilders: Das ist wahr, sie tragen den Koran nicht unter ihren Armen. Aber er ist zu Hause. Und ihre Väter gehen in die Moscheen. Sie sagen ihren Kindern nicht, daß das Schlagen von Frauen oder Andersgläubigen nicht erlaubt ist. Deswegen müssen wir stärker nach einer Art von “Leitkultur” (im Original so verwendet) streben, einer (an)führenden Kultur. Nicht eine Monokultur, sondern eine Kultur, die Anspruch erhebt auf unsere christlichen, jüdischen, humanistischen Traditionen, und die eine Herausforderung darstellt für das islamische Problem. Das ist Patriotismus, nicht Nationalismus, das ist Stolz auf unsere eigene Kultur.
SPIEGEL: Sie haben viele Dialagangebote von Moslemgruppen abgelehnt. Sie sind hauptsächlich daran interessiert, Stimmen zu gewinnen.
Wilders: Ich repräsentiere eine halbe Million Menschen, die besorgt über den Islam sind. Ich bin Parteipolitiker und ich schäme mich dafür nicht.
17 Antworten so far ↓
schwejk1 // März 31, 2008 um 2:27 Uhr nachmittags
Die Übersetzung ist fertig.
peterle // März 31, 2008 um 3:13 Uhr nachmittags
danke
JFK // März 31, 2008 um 3:29 Uhr nachmittags
Super! Der Mann hat vollkommen recht. Weiter so!
JFK // März 31, 2008 um 3:34 Uhr nachmittags
Islam=Friede?
Antwort:
Islam= Hass, Gewalt, Terror, Tod, Unterdrückung, Unrecht, Mord, Bomben, und tausende mehr!
Wacht auf!!! Wehrt euch friedlich!
olaf61 // März 31, 2008 um 4:00 Uhr nachmittags
Gur gemacht.
olaf61 // März 31, 2008 um 4:01 Uhr nachmittags
Sollte “gut gemacht” heissen.
Sulla Felix // März 31, 2008 um 5:43 Uhr nachmittags
In American English, “Reformation” refers specifically to the Protestant Reformation, begun by Martin Luther. “Reform” can be any change of procedures, especially in politics.
st // März 31, 2008 um 10:14 Uhr nachmittags
von wegen “rechts” überhaupt nicht.
weiter so
Gudrun // März 31, 2008 um 10:38 Uhr nachmittags
Ich habe Euch hier gebunkert: ´Moderate Islam Is a Contradiction´ - “Moderater Islam ist ein Widerspruch”
Danke für die schnelle und gute Übersetzungsarbeit.
von Starhemberg // März 31, 2008 um 10:56 Uhr nachmittags
Danke für die Übersetzung, sehr interessantes Interview!
Flash // März 31, 2008 um 11:16 Uhr nachmittags
Die Suggestionsfragen, die alle bereits verurteilende Aussagen entahlten, sind sowas von abstoßend jämmerlich…das ist eines ordentlichen Journalisten unwürdig. Wilders hat es bestmöglich hingekriegt, die Fragen gleich links liegen zu lassen und zu sagen, worauf es ankommt.
Ich wäre da schon längst ausgetickt.
schwejk1 // April 1, 2008 um 8:29 Uhr vormittags
@ gudrun: Danke für die Ehre. Ich habe einige kleinere Fehler dank Hilfe von usern ausgebessert, jetzt steht die aktuellste und hoffentlich fehlerfreie Version online
Furchtlos // April 1, 2008 um 9:11 Uhr vormittags
Super gemacht!
Wenn jetzt noch nicht merkt, bei der Tatsache das ein deutsches Informationsmagazin, Inhalte eines Artikels noch nicht mal für die überwiegende Mehrheit nicht englischsprachiger Bürger noch nicht mal übersetzt veröffentlicht, wie Informationen redigiert, verschleiert und vorenthalten werden sollen, der merkt auch nicht, wenn sein Haus brennt!
Ich hasse dieses Schandsystem von Tag zu Tag mehr!
Jacques Auvergne // April 1, 2008 um 6:44 Uhr nachmittags
Fitna.
Fitna, der Film: kantig, sensibel, anklagend, meisterlich! Minutenweise hat Wilders, und zwar ’schweigend-kommentarlos’ GENAU das gemacht, was die hassvideoproduzierenden Milieus seit Jahren und nahezu täglich tun. Vergleichbare Filmsequenzen tragen marokkanische Studenten täglich durch unsere westeuropäischen Studentenwohnheime, “nur” hat der Produzent im Falle von Herrn Wilders ganz einfach … die ‘falsche’ Religinsangehörigkeit.
Die genuin islamische Doppelmoral: Wenn Salafisten oder Milli-Görüs-Freunde “nine-eleven” ‘verkonsumieren’, dann stärkt das das Wir-Gefühl und wir Demokraten haben es multikulturell zu tolerieren. Wenn aber ein ‘Ungläubiger’ den Terror-Anschlag ‘verfilmt’, dann … bedroht er die ‘Eintracht’ = schafft FITNA: Aufspaltung, Zwietracht, Uneinigkeit (ein islami(sti)scher Albtraum mithin). Dann ist er ein Rassist, Volksverhetzer, mindestens Rechtspopulist.
Entsetzen mag also die geringer wertigen Ungläubigen ’spalten’, dafür ist korankonformer Horror nun einmal da.
Wilders hält den radikalen Muslimen ‘den Spiegel vor’: hier sehr ihr euch, so seid ihr gelegentlioch, das habt ihr gezielt und religiös begründet angestellt. Das ist eine “Zumutung” für … die Täter. Das macht keinen Spaß … den Tätern. Da wird der Täter traurig. Er könnte die Lust auf die Demokratie verlieren, seien wir vorsichtig!
Schließlich sollen die Muslime ’solidarisch’ (Wagenburg, ein fundamentalistisches Gefängnis) zusammenrücken, die Ungläubigen aber sich (Fitna als Waffe!) entsolidarisieren, sich … von Wilders distanzieren.
Zerteilung, Aufspaltung = FITNA: Für die DHIMMIS möglichst viel davon, für die Muslime möglichst wenig. Das spart Energie. Das garantiert Erfolg. Nur Nichtmuslim solltest du halt besser nicht sein, ist doch logisch.
Anders gelagert: Die von Wilders filmisch zitierte (schreckliche, vormoderne, verachtenswerte und gleichwohl oder gerade zu dokumentierende) islamische Mädchen-Genitalverstümmelung. Die indonesiche Assalaam-Foundation (Bandung, Java) bietet jährlich Mädchenbeschneidung in medikalisierter und ’sozialpädagogisch organisierter’ Form an. Der Körper der Frau ist , der ‘awrah (aura)-Konzeption unterworfen, halt nichts als (eingekauftes) Geschlechtsorgan, Ayaan Hirsi Ali nannte ihn treffend ‘zoontjesfabriek’, Söhnchenfabrik.
Attentate mit ‘Gott ist groß!’-Rufen zu untermalen ist nun wirklich keine Erfindung des niederländischen Abgeordneten. Beim Film der Sprengung der Buddha-Statuen von Bamyan etwa oder bei manchem dschihadistenseits gefilmten Mord oder Terroranschlag ertönten die ‘frommen’ islamischen Jubelrufe sehr wohl bereits seitens der Filmcrew. Emotional, authentisch. Leidenschaftlich. Islambegeistert.
Sollte es Muslimen peinlich sein, dass Nichtmuslime sich mit den Worten der Hassprediger beschäftigen? Verständlich wäre das. Mir wäre es auch peinlich. Die Schuld bei sich suchen, beim eigenen Kollektiv … Einsicht als Weg der Besserung. Für kein Kollektiv zu schwer zugänglich wie für den Islam. Jeder Marsmensch würde das bei einem Kurzbesuch auf unserem Planeten so sehen und so sagen. Wir (feigen) Demokraten empfehlen uns , politisch korrekt, den Maulkorb.
Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir MÜSSEN nicht in einer Demokratie leben. Und wenn die Europäer das mehrheitlich so wollen, dann WERDEN wir auch nicht in einer Demokratie leben.
Neben dem noch nicht möglichen jedoch islamisch verpflichtenden Ausrufen der Scharia funktioniert die Erosion der Grundrechte auch über die (legalistische) Arbeit des Ironisierens der Demokratie, über die ‘kleinen Nadelstiche’ wie schulischer Gebetsraum, Lehrerinnenkopftuch, Badezeiten im Schwimmbad für muslimisch-fromme Frauen oder über Grabfelder ‘multikultureller’ toleranter Apartheid.
Es geht um Vieles.
Jacques Auvergne
Wilders im Interview // April 2, 2008 um 1:26 Uhr vormittags
[...] bei Gegen den Strom . Einen herzlichen Dank dem Mitstreiter für die gute [...]
Martin // April 4, 2008 um 4:58 Uhr nachmittags
Dankeschön! Und yup, der hat vollkommen Recht. Nur erwarte ich solche Übersetzungen und vor allem Interviews auch im Deutschen Fernsehen. Dort wird er immer nur runtergeputzt. Immerhin eine Skandalschlagzeile mehr…
Gottfried v. Bouillon // April 5, 2008 um 12:28 Uhr nachmittags
Nicht nur, daß es eine Schande ist, wie pflichtvergessen unsere Medien größtenteils sind, sondern mit welcher unbeschreiblichen Arroganz Kritiker der gängigen Verschleierungstaktik des Political Correctness- Establishments heruntergeputzt, diffamiert, ruiniert und als “rechtspopulistisch” hingestellt werden- das schlägt dem Fass den Boden aus! In deutschen Medien wurde zudem verbreitet, dass sich der größte Teil der Holländer darin einig wären, Wilders Film “Fitna” abzulehnen! Das Gegenteil ist der Fall! Fast 80% der Holländer sind Wilders Meinung! So arbeitet also die “freie westliche Presse”! Als wären sie bei Göbbels persönlich in die Lehre gegangen! Ich will nicht länger zusehen, wie unsere noch freie Gesellschaft nach und nach Opfer der islamischen Landnahme wird und strebe deshalb die Gründung einer neuen, kraftvollen Partei an! Wer Interesse hat, bitte unter elvisnation68@web.de melden!
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