Gegen den Strom

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Der Spiegel verboten!

April 2, 2008 · 1 Comment

Ägypten
Man kennt diese Aussagen zur Genüge: “Wir sind für Pressefreiheit, aber…” Wenn die Pressefreiheit den Propheten beleidigen könnte, dann ist die Pressefreiheit relativ. Jetzt hat es mal nicht einen kleinen Blogger im Iran oder einen kleinen Videomacher auf youtube erwischt. Der Spiegel, das größte Nachrichtenmagazin Deutschlands, ist am Ketzerpranger - in Ägypten, angeblich eines der modernsten islamischen Länder. Der noch nicht zensierte Spiegel in Europa berichtet:

Ägypten verbietet Sonderheft des Spiegel
Empfindliche Reaktion in Kairo: Die ägyptische Regierung hat die Sonder-Ausgabe des SPIEGEL zum Thema Islam konfiszieren lassen.

Die Begründung ist geradezu klassisch:

Das Heft enthalte Bilder und Textpassagen, die Mohammed beleidigten - so die Begründung.

und weiter geht es mit allzu vertrauten Klängen:

Wir sind für die Pressefreiheit, aber wir können nicht zulassen, dass Religionen beleidigt werden”, zitierte die Agentur den Minister am Dienstag weiter. In dem Bericht wurde unter anderem auf Äußerungen eines deutschen Orientwissenschaftlers verwiesen, der in dem Heft erklärt habe, der Islam rufe zu Gewalt und Terrorismus auf. Außerdem werde der Islam in dem Magazin als Ableger des Christentums dargestellt.

Danke, lilith, für den Tipp.

Anmerkung in eigener Sache: Ich ersuche jeden Leser, diesen Hinweis in eigener Sache zur Zukunft des Blogs zu lesen und eine Antwort zu geben.

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Pilgerreise nach Kairo

März 21, 2008 · No Comments

Großmufti TantawiEine Großdelegation aus den Niederlanden macht sich jezt auf die Pilgerreise zum Großmufti nach Kairo bereit. Radio Netherlands berichtet, über den vorauseilenden Canossagang einer bunten Delegation:

The delegation will include members of the Contact Body of Muslims and Government, the Islam Contact Group, the Dutch Protestant Church and the Council of Churches.

Vertreter des Christentums pilgern also zu einem der höchsten islamischen Geistlichen, um für einen Film, den noch keiner gesehen hat, im voraus um Vergebung zu bitten.
Es wird noch besser:

They hope to limit the commotion caused by the film when it comes out at the end of the month.

Daß es nach dem Film Randale geben wird, wird also gar nicht mehr angezweifelt, es geht nur noch um Schadensbegrenzung. Zusätzlich wird die Schuld daran dem Film gegeben und eine Lüge verbreitet, um die zukünftigen Gewalttäter etwas zu besänftigen:

The delegation wants to make it clear that Mr Wilders only represents a small section of the Dutch public.

Wenn Wilders nur so einen kleinen Anteil der Niederländer repräsentiert, warum glauben dann 90% der Niederländer, daß in ihrem Land die Angst regiert?

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Spielerfrau pfeift auf Kopftuch

März 20, 2008 · 2 Comments

spielerfrau.jpgDer Islam wurde “beleidigt”. Wieder einmal. Stein des Anstosses ist dieses Mal das Verhalten von Frau al-Hidri, Gattin des ägyptischen Starkickers Issam al-Hidri, während einer Reise in die als mittlerweile offiziell islamfeindlich anerkannte Schweiz. Das Institut für Islamfragen weiß Details:

Auslöser des Ärgers auf Frau al-Hidri sei der Umstand, dass sie während ihrer letzten Reise mit ihrem Ehemann in die Schweiz ihr Kopftuch in der Öffentlichkeit ablegte. Diesbezügliche Bilder seien von der internationalen Presse in vielen Medien veröffentlicht worden. Es sei das erste Mal, das Frau al-Hidri das Kopftuch ablege und damit “den Islam beleidige”.

Nach dem Ausstoßen der üblichen Drohungen

Die Widerstandsbewegung ‘Hamasu-na’” habe kürzlich Frau al-Hidri nahe gelegt, so etwas nicht zu wiederholen und ihr Kopftuch wieder zu tragen

fürchten Allahs Vertreter auf Erden vor allem Nachahmungstäterinnen:

“Sie soll alles wieder gutmachen [indem sie das Kopftuch wieder trägt], bevor andere Ehefrauen ägyptischer Fußballspieler sie nachahmen und das Kopftuch ablegen”

Und verweisen auf die sich brav unterwerfenden westlichen Besucher:

“Es ist bedauerlich, dass Araberinnen ihr Kopftuch in nicht-muslimischen Ländern ablegen, während Westlerinnen das Kopftuch tragen.”

Aber wir erfahren auch Neuigkeiten über die Expansion:

Es gibt in der Schweiz ein muslimisches Zentrum, das Frauen Kopftücher kostenlos schenkt

Vermutlich wird das noch mit Steuergeldern gefördert.

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