Gegen den Strom

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Ein dänischer Prophet

April 2, 2008 · 4 Comments

Flemming Rose
“Damals war die Kritik an der sowjetischen Lebensweise, am Marxismus-Leninismus kriminalisiert. Heute soll die Islamkritik verboten werden.”
Diese Sätze gab der Kulturchef der dänischen Zeitung “Jylannds Posten”, Flemming Rose, in einem hervorragenden Interview mit der Welt von sich. Rose konnte zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht ahnen, daß seine Prophezeihungen schon heute Wirklichkeit werden und der Spiegel in Ägypten verboten wird.
Hier ist das ungekürzte Interview:

DIE WELT:
Welche Reaktionen haben Sie nach der Veröffentlichung des islamkritischen Films des Niederländers Geert Wilders erwartet?

Flemming Rose:
Während der Mohammed-Krise haben wir eins gelernt: Es ist nicht vorhersehbar, was passiert, und es hat viel mit den Umständen zu tun. Damals sind Imame aus Dänemark in den Nahen Osten gereist, um dort Fehlinformationen über die Verhältnisse, in denen Muslime hier leben, zu verbreiten. Islamgelehrte vor Ort haben mobilisiert, die Zeichnungen auch innenpolitisch genutzt. So wurde beispielsweise im November 2005 in Ägypten gewählt - damals trat Mubarak gegen die Muslimbruderschaft an, und er wollte zeigen, dass er die muslimischen Interessen verteidigt. Was ich sagen will: Andere Umstände waren damals wichtiger als die Tatsache, wer sich für die Zeichnungen entschuldigt.

DIE WELT:
Es könnte also ruhig bleiben?

Rose:

Ja, weil die Länder im Nahen Osten Interesse daran haben. Es ist vonseiten einer europäischen Regierung versucht worden, den Film zu zensieren, bevor er überhaupt gezeigt wurde. Die Regierungen im Nahen Osten werden nun sagen “Okay, ihr habt auf uns gehört und kritisiert die Leute, die den Islam provozieren. Deshalb wird es diesmal ruhig bleiben.” Sie haben die Macht bekommen, die sie wollten, und können das nun demonstrieren, indem sie dafür sorgen, dass es ruhig bleibt.

DIE WELT:
Gegen eine Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen oder eines Films wie des von Geert Wilders gibt es aber auch bedenkenswerte Argumente: Regimen wie dem im Iran liefern sie Vorlagen, um westliche Regierungen als intolerant dastehen zu lassen und die Bevölkerung gegen den Westen aufzubringen.

Rose:
Ob das wirklich so ist, wissen wir nicht. Vielleicht werden die Mohammed-Zeichnungen in 100 Jahren in einem Freiheitsmuseum in Ägypten oder anderswo in der muslimischen Welt zu sehen sein. Konflikt und Konfrontation sind nicht immer etwas Negatives. Viele große Krisen haben zu etwas Positivem geführt.

DIE WELT:
Setzt sich der Film ernsthaft mit dem Islam auseinander?

Rose:

Wilders ist Politiker, es sieht so aus, als nutze er den Film auch als Politiker und populistisch. Meiner Meinung nach vereinfacht der Film, er generalisiert. Wenn man einen Film über den Islam und Muslime machen will, müssen mehr Stimmen gehört werden. Aber die Stimmen und Szenen, die im Film vorkommen, sind echte. Die Leute, die gezeigt werden, haben wirklich gesagt, dass sie Nichtgläubige töten wollen. Aber es braucht mehr Nuancen, um das Thema abzudecken. Wilders zeigt konkrete Probleme, Gewalttaten, die mit Verweis auf den Koran begangen wurden. Es wird gezeigt, dass Theo van Gogh, untreue Frauen und Homosexuelle ermordet wurden. Das alles ist geschehen. Problematisch ist, dass er generalisiert. So zeigt er, wie die Zahl der Muslime in Europa gestiegen ist. Wenn nur ein Typ Muslime in dem Film gezeigt wird, dann entsteht der Eindruck, alle Muslime, die nach Europa kommen, entsprächen diesem Typ. Ich würde sagen, der Film erinnert ein wenig an Michael Moores Dokumentarfilm “Fahrenheit 9/11″, der allerdings professioneller und humoristischer ist. Vielleicht liegt Letzteres daran, dass es einfacher ist, sich über Bush lustig zu machen.

DIE WELT:
Was ist schlimm daran, wenn jemand einen Film wie den von Wilders nicht zeigen will?

Rose:

Als ich im Herbst 2005 Zeichner anfragte, ob sie Mohammed-Karikaturen anfertigen würden, bekam ich auch die Antwort von einem, der das nicht machen wollte, weil er meinte, das könne religiöse Gefühle verletzen. Solch eine Haltung respektiere ich natürlich. Das ist keine Selbstzensur. Selbstzensur ist dann der Fall, wenn sich jemand sagt “Ich würde das Bild gerne veröffentlichen, habe aber Angst vor den Reaktionen.”

DIE WELT:
Warum ist es also Ihrer Meinung nach wichtig, dass genau diese Karikaturen oder eben genau dieser Film öffentlich wird?

Rose:

Ich habe als Student und dann als Korrespondent in der Sowjetunion gelebt. Bei dem, was unter der Mohammed-Krise geschah und auch jetzt wieder passiert, kann ich Muster von damals wiedererkennen. Damals war die Kritik an der sowjetischen Lebensweise, am Marxismus-Leninismus kriminalisiert. Heute soll die Islamkritik verboten werden. Ideologien haben aber keine Schutzrechte, sie sind da, um kritisiert zu werden. Menschen haben Rechte, nicht aber Ideen. Diejenigen, die sagen, man solle nicht kränken, oder die Kränkung religiöser Gefühle verbieten wollen, verstehen nicht, dass ihre Argumente im Nahen Osten gebraucht werden, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen.

DIE WELT:
In welcher Weise?

Rose:

In Ägypten sitzt ein Blogger im Gefängnis, angeblich, weil er den Islam gekränkt hat, aber in Wirklichkeit wegen Regimekritik. In Afghanistan ist ein Journalist zum Tode verurteilt worden, weil er Material hatte, das Kritisches zur Frauensicht des Propheten beinhaltete. Die Gesetze werden gebraucht, um Andersdenkende zu kriminalisieren. Diejenigen, die Kränkungen kriminalisiert sehen möchten, haben viel Macht. Sie können andere beeinflussen. Es gibt so viele Beispiele von Selbstzensur in Verbindung mit dem Islam. Zuletzt wurde die Ausstellung der dänischen Künstlergruppe Surrend in Berlin geschlossen, weil Gewalt befürchtet wurde. Die Meinungsfreiheit ist bedroht, und mich wundert, dass viele das nicht sehen.

Anmerkung in eigener Sache: Ich ersuche jeden Leser, diesen Hinweis in eigener Sache zur Zukunft des Blogs zu lesen und eine Antwort zu geben.

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Dänemark wird erpresst

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 11.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Es geht schon wieder los. Wieder wird ein westliches Land per Boykott erpresst, seine Meinungsfreiheit auf dem Altar der islamophilen Toleranz zu opfern. Und wieder ist es Dänemark, das am muslimischen Pranger steht. Doch ein paar Details haben sich verändert, berichtet die TAZ:

Doch der Warenboykott könnte Dänemark diesmal noch empfindlicher treffen als damals, befürchtet man nun in Kopenhagen. Denn die immer mehr um sich greifende Boykottbewegung, die die dänischen Niederlassungen an ihre Heimatzentralen melden, scheinen einen anderen Charakter zu haben: Weniger von oben verordnet, sondern mehr ein regelrechter Verbraucherboykott.

Mittlerweile scheint das Fußvolk ja schon so gut indoktriniert zu sein, daß sich Hassprediger mit Boykottaufrufen nicht mehr die Finger schmutzig machen müsssen. Der Verdacht liegt nahe, daß damit Druck auf die Niederlande ausgeübt werden soll, um die Veröffentlichung des Filmes “Fitna” zu verhindern. Schließlich liegt die Wiederveröffentlichung der Karikaturen schon eine Weile zurück.
In Dänemark stellt man sich einstweilen mal auf einen langanhaltenden Boykott ein:

“Es ist ein ganz anderer Typ von Kaufzurückhaltung”, berichtet Astrid Gade Nielsen, Kommunikationschefin des Molkereikonzerns Arla: “Und wir haben den Eindruck, dass es diesmal eine lange Zeit dauern kann.”

Diese Aussage verwundert nicht im Angesicht der Tatsache, daß der Chef der arabischen Verbraucherorganisation, nicht das Wohl der Verbraucher, sondern den Absolutheisanspruch des Islam vertritt:

Mohammad Obaidat, Präsident der Verbraucherorganisation Arab Federation for Consumers, kündigte an, dass man auf Supermärkte wie in Jordanien, Ägypten, Palästina und Libanon einwirken werde, dänische Waren zu boykottieren: “Wir finden uns mit dieser Behandlung nicht mehr ab. Religion ist heilig.”

Na dann sollte die westliche Welt Herrn Obaidat mal zeigen, was ihr heilig ist. Auf in die Supermärkte und dänische Butter auf Vorrat kaufen! Die Datteln aus Jordanien kann man ihm Obstregal verschimmeln lassen. Vielleicht sollte man sich auch mal bei Ölkonzernen erkundigen, ob sie ihr Öl aus der Nordsee, aus Rußland oder aus dem arabischen Raum beziehen und dann nach Kriterien der Meinungsfreiheit tanken.

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Westergaard ermutigt Wilders

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 10.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Von Unterschieden in der politischen Kultur zwischen Dänemark und den Niederlanden erzählt Kurt Westergaard der Nachrichtenagentur Reuters, die wie folgt berichtet:

“Ein dänischer Politiker weiß, dass man die Meinungsfreiheit nicht begrenzen sollte. Wilders muss seinen Film einfach zeigen”, sagte Westergaard. Der Däne gehörte zu den Karikaturisten, die 2006 mehrere Zeichnungen des Propheten Mohammed veröffentlicht hatten, die in der islamischen Welt gewaltsame Proteste verursachten.

Damit spielte Westergaard auf den niederländischen Premierminister Balkenende an, der Wilders auf die möglichen Folgen einer Ausstrahlung des Filmes “Fitna” aufmerksam gemacht hat. Eine Welle von Gewalt sowie ein Wirtschaftsboykott werden erwartet.
Westergaard stellte klar, was ein Ausstrahlungsverbot in Dänemark bedeuten würde:

Das würde politischen Selbstmord bedeuten”, betonte er in einem am Montag veröffentlichten Interview der niederländischen Zeitung “De Volkskrant”.

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Aufruf zum Dänemark-Boykott

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 8.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Die iranische Nachrichtenagentur mehrnews berichtet:

Friday prayer leader Ayatollah Ahmad Khatami here on Friday urged the Islamic countries to cut economic relations with “those who desecrate Prophet Muhammad(PBUH)”.
Condemning the reprint of a cartoon desecrating Prophet Muhammad (PBUH) in some Danish newspapers, Ayatollah Khatami of the Assembly of Experts stated, “I hope members of the Organization of the Islamic Conference would cut economic relations with countries which have done this.”

Wirtschaftsboykott also. Vom 11. - 13. März soll in Dakar, Senegal, eine Entscheidung auf dem Gipfel der OIC gefällt werden.

Mit einer seiner Aussagen könnte der Vorbeter in Teheran allerdings teilweise recht haben:

Insulting the Prophet is a plot by the enemy to prevent the spread of Islam in the world, he noted.

Denn nicht die “Beleidigungen” können die islamische Expansion aufhalten, sondern die Reaktionen der islamischen Welt.

Schön, daß jetzt offiziell verlautbart wurde, was folgen wird. Die Spekulationen um mögliche Reaktionen auf Geert Wilders´ Film haben ein Ende.

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Dänemark wehrt sich gegen muslimische Flüchtlinge

März 18, 2008 · No Comments

Dänemark wird immer mehr zum Vorreiter, dieses Land scheint den Ernst der Lage wirklich erkannt zu haben und handelt auch danach. Und deswegen handelt der erste Beitrag hier auch von diesem Land: Wahrscheinlich sind die Dänen von Sozialpädagogen und falsch verstandener Liberalität noch viel mehr geschädigt als wir, daß sie es wagen, endlich Klartext zu reden. Die Integrationsministerin gab zwar keinen Kommentar ab, aber die Beamten sprachen Klartext: Burmesen und Kongolesen haben deutlich höheres Integrationspotential als Flüchtlinge aus islamischen Ländern. Und Integrationspotential ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Flüchtlingsaufnahem nach der Immigrationsgesetzesänderung 2005.
Die UNHCR hofft, daß das dänische Beispiel nicht Schule macht, denn es warten ja noch Millionen Flüchtlinge im Irak auf eine neue Heimat….
Die Presse aus Wien berichtete:

Neues Gesetz als Rechtfertigung
Noch 2002 kamen 84 Prozent aller Neuansiedler aus Afghanistan, Sudan und dem Irak – allesamt islamische Staaten. Auch heute noch sind das jene Länder, wo das Flüchtlingselend am größten ist. Doch seit zwei Jahren füllt Dänemark sein Kontingent fast nur noch mit Flüchtlingen aus nicht-islamischen Weltgegenden.

Die Beamten berufen sich dabei auf eine Gesetzesnovelle von 2005. Das „Integrationspotenzial“ solle die Auswahl leiten, heißt es dort. Und man habe eben die Erfahrung gemacht, dass sich Burmesen, Bhutaner und Kongolesen besonders gut in Dänemark integrierten. Im Klartext: Flüchtlinge ja – aber bitte keine Moslems.

Der volle Artikel ist hier zu lesen

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