
Dieser Beitrag erschien am 13.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.
Boykott wird immer mehr zum Mittel einer permanent beleidigten islamischen Kultur, die so versucht, anderen Ländern bzw. Kulturen ihre Vorstellungen von Meinungsfreiheit aufzuzwingen.Dänemark wird schon boykottiert, der Boykott gegen die Niederlande wird wohl am 28. März losgehen und die Schweiz kam heute auf die islamische Watchlist.
Und jetzt Frankreich, Tatort Pariser Buchmesse, der Schweizer Tagesanzeiger bringt zu Report:
Aus Protest gegen eine «Belagerung» der Palästinenser durch Israel haben zahlreiche islamische Staaten zum Boykott aufgerufen. Denn der jüdische Staat ist im 60. Jahr seiner Gründung Ehrengast.
Aber offenbar hat man sich in blinder Wut gar nicht so genau angesehen, was man denn eigentlich boykottiert, denn:
Die meisten der 39 in Paris ausstellenden israelischen Autoren seien linksgerichtet und Befürworter eines palästinensischen Staates.
Bei einem Massenboykott darf man eben auf solche Details nicht achten, was zählt ist die Geschlossenheit:
Die Islamische Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur hatte an alle ihre 50 Mitgliedsstaaten appelliert, die Messe zu meiden. Der Libanon gehörte zu den Boykott-Initiatoren, neben dem Iran und Saudi-Arabien haben sich auch die Maghrebstaaten angeschlossen.
Eine Stimme der Vernunft gab Israels Präsident Shimon Peres ab:
Der Boykottaufruf sei «die dümmste Sache, die ich je in meinem Leben gehört habe», sagte Peres Anfang der Woche. «Ich bin gegen Bücherverbrennung, Bücher sind für eine Begegnung der Ideen.»
Ein Detail hätte ich beinahe vergessen, aber das ist ja eigentlich schon Standard heutzutage, sobald der Islam in irgendeiner Form im Spiel ist:
Peres wurde von einem massiven Sicherheitsaufgebot geschützt, als er auf dem Messegelände eintraf.
Was für ein Tag: Der Schweiz wird von der OIC wegen einer privaten Bürgerinitiative die Rute ins Fenster gestellt, während gleichzeitig der OIC-Präsident betont, daß der Islam Frieden bringt. In Berlin kann man sich bei der Islamkonferenz nicht mal auf minimale Selbstverständlichkeiten einigen, und nach 2 Tagen Nachdenkpause dämmert es sogar Grün-Politikern, daß deutsche Richter vielleicht schon zu islamophil sind.
