Gegen den Strom

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UNO in islamischen Händen

März 28, 2008 · No Comments

Ban Ki-Moon & Gaddafi
Brav in Büßerhaltung zeigte sich heute UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Der Koreaner zeigte vollstes Verständnis für die holländische Regierung und anerkannte deren  vergebliche Anstrengungen, um Geert Wilders´ Film zu verbieten. Das UNO Nachrichten Centre berichtet:

I acknowledge the efforts of the Dutch Government to stop the broadcast of this film and appeal for calm to those understandably offended by it. Freedom must always be accompanied by social responsibility.”

Wilders schockierenden Film nannte der Chef des weltweit größten Debattierclubs gar eine Hassrede:

In a statement issued by his spokesperson after last night’s airing of the film, entitled Fitna, Mr. Ban said “there is no justification for hate speech or incitement to violence. The right of free expression is not at stake here.

Da sind wir aber beruhigt, daß die freie Rede nicht auf dem Spiel steht.
Dann können wir uns ja mal ansehen, was die UNO so macht, um Menschenrechte durchzusetzen. Erst heute ging eine vierwöchige Sitzung der UNO-Menschenrechtskommission in Genf zu Ende. Das Bieler Tagblatt beschreibt die Zusammensetzung dieser sogenannten Menschenrechtskommission:

Westliche Staaten waren eine Minderheit, dominiert wird der Rat von der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und blockfreien Staaten. Länder des Südens und Asiens verhinderten erfolgreich mehrere Verurteilungen zu ihren Ungunsten.

Da hat sich wohl der Bock zum Gärtner gemacht. Erste Auswirkungen gibt es auch schon, denn genau folgende Länder wurden wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt:

Während der ganzen vier Wochen wurden einzig Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea, Burma und in den palästinensischen Gebieten verurteilt.

Kein Wort, daß Saudi-Arabien Kinder hinrichtet. Nicht einmal China, das gerade Tibet niederknüppelt, wurde erwähnt.
Eine Organisation, die es aufgrund von islamischen Terrorregimes, die die demokratische Struktur der UNO mißbrauchen, nicht schafft, Mörder “Mörder” zu nennen, und die es nicht schafft, gewissen Mitglieder das Hinrichten von Kindern auszureden, bezeichnet jemanden, der einen Tatsachenfilm veröffentlicht als Hassprediger.
Viel bessere Gründe für einen UNO-Austritt wird man nicht mehr finden. Also los, liebe Politiker, für das viele Geld für diesen Feigenblattverein kann man echte Projekte verwirklichen.

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Saudi-Arabien will Babysitter köpfen

März 26, 2008 · No Comments

Das Opfer
Das Königreich, das so gerne lieber Ungläubige als Moslems hinrichtet

The ‘Saudi Arabia: why are foreigners losing their heads?’ campaign condemns the increasing number of executions in Saudi Arabia since the start of the year. In particular, it focuses on the fact that almost half of all executions involve foreigners (out of 158 people executed in 2007, 76 were foreigners).

kann, der Scharia sei Dank, bald wieder ein Volksfest veranstalten. Die Enthauptung einer 20jährigen, die in einer Verhandlung auf Arabisch, das sie nicht versteht, und ohne Anwalt, dafür mit ihrer Unterschrift unter einem Dokument in Arabisch, als Urteil verkündet wurde, steht an. Daß die Frau aus Sri-Lanka zur Tatzeit (es geht um ein Baby, das erstickte, nachdem es aus einer Flasche, die die Babysitterin ihm gegeben hatte, getrunken hatte) erst 17 war spielt keine Rolle, 2007 wurde ein 15jähriger enthauptet, der zur Tatzeit 13 war.
Worldcoalition.org berichtet über die Lust am schariakonformen Willkürmord in einem islamischen Kernland:

The situation is illustrated by the case of Rizana, a 20-year-old Sri Lankan woman who came to work in Saudi Arabia with false identity documents when she was 16.
She is accused of causing the death of the baby for whom she was caring. According to her, the child choked as it drank from its bottle. She was 17 at the time.
Arrested in May 2005, she did not have the right to a lawyer, either during questioning or during the trial. She allegedly ‘confessed’ to the murder during police questioning in a language she does not understand and signed a document drawn up in a language she cannot read.
She was sentenced to death on 16 June 2007 and appealed the sentence. If it is confirmed Rizana will be decapitated. In Saudi Arabia executions are performed in public through decapitation by sword.

Da die Gesellschaft in Saudi-Arabien durch Faulheit Erdölreichtum aber dumm geworden ist, wird diese üble Praxis nicht an Schlüsselarbeitskräften aus dem gottlosen Westen praktiziert, sondern an den zahlreich vorhandenen Sklaven aus ärmeren Nachbarstaaten:

Saudi Arabian justice is particularly intransigent towards foreign workers and especially those from poor countries in the Middle East, Africa and Asia who represent nearly a quarter of the country’s population.
Foreign nationals are more exposed to legal errors and unfair trials than Saudi Arabians. As a result of their origins, they have little chance of escaping capital punishment. They receive insufficient, sometimes even inexistent, legal representation and consular assistance. They are deprived of all family support and cannot understand the contents of the statements drawn up in Arabic they must sign.

Die Todesstrafe gibt es aber nur für ganz besonders schwere Vergehen wie Hexerei, Ehebruch, Sodomie, Homosexualität oder Gottlosigkeit, die Liste ist mehr oder weniger endlos:

Many offences lead to the death penalty in Saudi Arabia, not only violent crimes but also witchcraft, adultery, sodomy, homosexuality and apostasy (renouncing Islam), to name but a few.

War da nicht noch was? Menschenrechte und Saudi-Arabien. Ja, genau. Das Land hat die Kinderrechtskonvention, die die Hinrichtung von Kindern verbietet:

Although Saudi Arabia signed the Convention on the Rights of the Child it continues to sentence and execute those who were juveniles at the time of the offence.

und vor 2 Wochen die Menschenrechtscharta der OIC (Organisation of Islamic Conference) unterzeichnet.

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Scharia am Menschenrechtspranger

März 25, 2008 · No Comments

Steinigung
Vor nicht einmmal 10 Tagen hat das Königreich Saudi-Arabien die neue Menschenrechtscharta der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz) unterzeichnet. Darin steht unter anderem, daß sich die Unterzeichner für grundlegende Menschenrechte und den Rechtsstaat einsetzen.
Sollten die saudischen Erdöldespoten diese Erklärung ernst gemeint haben, dann wissen sie seit heute, daß sie viel Arbeit vor sich haben. Der Human Rights Watch Report über Saudi-Arabien wurde heute nämlich veröffentlicht. AFP berichtet über ein Land, das Kinder hinrichtet:

“In 2007, Saudi Arabia executed three juvenile offenders, including a 15-year-old boy who was only 13 at the time of the alleged crime,” HRW said.

Diese Todes-, aber auch Auspeitschungs- und Amputationsurteile für Kinder, fallen in der Regel in einer Verhandlung ohne Anwalt oder Erziehungsberechtigtem:

“Judges regularly try children without the presence of lawyers or sometimes even guardians, even for crimes punishable by death, flogging, or amputation,” HRW charged.

Bei solchen Taten fällt es auch kaum ins Gewicht, daß Kinder bis zu 6 Monate gefangen gehalten werden können, bevor sie einem Richter vorgeführt werden. Bei Mädchen kann diese Untersuchungshaft” zu ihrer eigenen Sicherheit” auf unbestimmte Zeit (!!!) erhöht werden:

Prosecutors can hold children for up to six months before referring them to a judge, while girls can be detained indefinitely for purported “guidance,” it said.

Glück haben Kinder, die von zu Hause weglaufen oder einfach nur mal mit einem Vertreter des anderen Geschlechts alleine angetroffen werden. Dafür gibts standardmäßig nur Knast:

HRW said it had documented the “routine” arrest in Saudi Arabia of children “for such ‘offences’ as begging, running away from home, or being alone with a member of the opposite sex.”

Und ab wann jemand kein Kind mehr ist, das steht natürlich nicht in der allwissenden Scharia, sondern liegt in der Willkür im Ermessen des Richters:

It said Saudi Arabia sets no clear age when children can be treated as adults in criminal cases, leaving judges to use signs of puberty to determine criminal responsibility.

So wie bei Vergewaltigungen werden auch beim Kinderhandel die Opfer und nicht die Täter bestraft:

It said that while Saudi Arabia has “done little” to prosecute traffickers of foreign children used for begging, it “routinely arrests and returns trafficked children to countries such as Somalia or Chad where they risk recruitment as child soldiers, trafficking, and other serious abuses.”

Und weil die Scharia so alt ist und sich der große Prophet vor über tausend Jahren sicherlich noch keine Gedanken über heutige Verbrechen gemacht hat, sind die meisten Verbrechen auch kaum definiert. Es regiert die Willkür, Berufungen sind kaum möglich:

According to HRW, the second report documents what it called “the arbitrary arrest” of individuals for “vaguely defined crimes.”

It said suspects often face prolonged solitary confinement, ill-treatment, and forced confessions, and are denied a lawyer at crucial stages of interrogation and trial.

Richtig liberal ist das ansonsten so prüde Saudi-Arabien hingegen, wenn ein elfjähriger seine Cousine heiraten will. Das geht unbürokratisch und schnell.

Die im November letzten Jahres groß angekündigte “Justizreform” sieht so aus, daß nicht die Scharia als Rechtsgrundlage sofort abgeschafft wird, sondern daß es mehr Richter gibt, um das Prozedere zu beschleunigen.
Dann kann man ruhigen Gewissens eine Charta zu den Menschenrechten unterschreiben.

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Toleranz in der Türkei

März 22, 2008 · No Comments

Hrant Dink
Jeder kennt es. Jeder hat es gesehen und jeder hatte schon mal ein Erlebnis. Egal ob es  die demonstrative Nichtbeachtung der Karfreitagsruhe ist, ob es eine angebliche Beleidigung des großen Propheten ist oder ob es um rein muslimische Gefängnisse geht. Jeder weiß, daß die Anhänger des Propheten sehr gerne “Toleranz” einfordern, die üblicherweise zu einer handfesten Sonderregel ausartet. Deshalb hat sich ein Team des Deutschlandfunks auf den Weg in die Türkei gemacht, um herauszufinden, wie tolerant man dort mit anderen Kulturen umgeht. Die Erkenntnisse sind erschreckend:

“Dass wir völlige Gleichberechtigung erlangen, das halte ich für fraglich. Vielleicht wird es ja noch. Seit wir die Zeitung gegründet haben, hat sich ja auch schon viel verändert, heute kann man viel offener über alles reden als damals - aber vielleicht habe ich da auch zu viel Hoffnung, vielleicht rede ich deshalb so daher.”

So spricht nicht die Anführerin der Sklaven, die es in der Türkei nicht mehr gibt, sondern eine armenische Journalistin. Armenien - richtig, das ist das Land, dessen Bewohner 1915 ganz freiwillig ohne Feindeinwirkung in den Hungertod in die Wüste marschierten.
Die heutigen Anführer der Armenier laufen unfreiwillig in Bleikugeln:

Mitten in der Stadt, auf offener Straße wird der Armenier Hrant Dink am 19. Januar 2007 in Istanbul erschossen. Nur wenige Tage zuvor hat der Journalist seine letzte Kolumne veröffentlicht. Hrant Dink war der prominenteste Vertreter der armenischen Minderheit in der Türkei.

Der Tatverdächtige, ein 17jähriger Arbeitsloser ist inzwischen vor Gericht, doch:

Doch die Hintermänner, türkische Ultranationalisten, Verfechter des Türkentums, bleiben bislang verschont.

Zwar regt sich so etwas wie eine Bürgerrechtsbewegung:

Für das andere (Gesicht der Türkei, Anm.) gingen Hunderttausende in Istanbul im Januar 2007 auf die Straße. “Wir sind alle Hrant Dink”, riefen sie. Solidarität mit einem Toten und seinen Idealen.

Und zart blüht armenisches Selbstbewußtsein in Form eines armenischen Sportklubs auf. Aber alles hat seine Grenzen:

Allerdings ist es kein Zufall, dass der Verein keine Fußballmannschaft hat. Nur Volleyball, Basketball und Schach betreibt Sislispor - alles Sportarten, die nur im Westen der Türkei gespielt werden und bei denen eine armenische Mannschaft nicht in die Verlegenheit einer Begegnung im Osten des Landes kommen kann.

Die Toleranz der Anatolier ist also nicht nur in Mitteleuropa gefürchtet. Aber selbst die tolerante Westtürkei scheint von der Toleranz, die in Mitteleuropa immer vehement eingefordert wird, noch ein ganzes Stück entfernt zu sein, wie der Volleyballtrainer des armenischen Sportklubs sagt:

Allerdings muss man auch dazu sagen, dass wir nicht unbegrenzte Rechte und Freiheiten haben, wie die Türken das behaupten. Armenier werden nicht als vollwertige Staatsbürger der Türkei anerkannt - wir werden als Minderheit, als irgendwie andere Kategorie von Menschen behandelt. Man sieht uns als fünfte Kolonne irgendeiner fremden Macht und nicht als gleichberechtigte Bürger. Wir können nicht Beamte werden oder Soldaten. Wir dürfen nicht hundertprozentig zur Gesellschaft dazugehören.”

Eine Spielerin ist vollkommen offen, nicht die Staatsbürgerschaft ist das Thema, nein die Religion des Friedens ist - oh Wunder - wieder mal die Wurzel des Üblen:

“Die Leute können einfach nicht unterscheiden zwischen der Religion und der Staatsbürgerschaft. Selbst an der Uni schreien sie uns nieder mit dem Spruch: ‘Wir sind Türken.’ Aber ich bin doch auch Türkin! Das verstehen die einfach nicht.”

Auch in den Stadien scheint diese Parole sehr beliebt:

Nationalistische Parolen sind in türkischen Stadien nichts Ungewöhnliches, Politik und Sport verbrüdern sich gerne zur Ehre des türkischen Vaterlandes.

Wer glaubt, daß der Völkermord 1915 eine einmalige Aktion war, der irrt sich. Ein Überlebender berichtet von einer speziellen Sondersteuer während des 2. Weltkrieges, die aber - Allah sei dank - nur für Ungläubige galt:

Wenn man das bei allen gemacht hätte, dann hätten wir das schon verstanden. Aber nur die Nicht-Moslems wurden dazu verdonnert, denen wurden frei erfundene Steuerbeträge abverlangt: Du zahlst soundsoviel, du soviel. Die Leute hatten das Geld nicht, sie verkauften Haus und Hof, um zahlen zu können, und die anderen schnappten sich billig ihren Besitz. Der Erlös reichte aber oft immer noch nicht aus, um die Steuer zu bezahlen. Da wurden die Männer zur Zwangsarbeit in den Steinbruch nach Aschkale in Ostanatolien geschickt, mitten im Winter. Viele sind dort gestorben.”

1955 kam es dann zu einer Pogromnacht, die alles andere als ein Aufstand eines Lynchmobs war:

Als spontane Krawalle gegen die griechische Zypern-Politik wurden die Pogrome damals dargestellt; inzwischen können Historiker belegen, dass es ein geplanter und staatlich koordinierter Angriff auf die christlichen Minderheiten war. Sarkis Cerkesyan wusste schon in jener Septembernacht, wer dahinter steckte:

“Morgens um eins pfeift einer an der Ecke, die Diebe und Plünderer laufen weg. Da kommt ein Armee-Offizier mit drei Soldaten, der denkt, ich gehöre zu den Plünderern und sagt zu mir: Bursche, ich beglückwünsche euch. Das habt ihr gut gemacht, alle Türken sollten so sein wie ihr. Aber nun ist es gut, die Armee ist da, wir übernehmen das jetzt. Und ich sagte zu ihm irgendwas wie Dank und Ehre der türkischen Armee und ging ins Haus. Und in dem Moment dachte ich mir: Es gibt auf der Welt Länder, in denen Kinder friedlich und ohne Angst schlafen können. Und ich habe mich nach so einer Heimat gesehnt.”

So unterschiedlich die geforderte Toleranz in Europa von der gelebten in der Türkei ist, so ähnlich ist die Argumentation, wenn man gewisse Dinge mal nicht mehr schönreden kann: Die anderen sind schuld:

Bis heute schiebt die Türkei alle Verantwortung dem Osmanischen Reich zu, sieht sich aber nicht als dessen Rechtsnachfolgerin.

Falls da überhaupt etwas gewesen sein sollte, man weiß es ja nicht:

Stattdessen möchte Ankara die Vergangenheit entpolitisieren und eine Historiker-Kommission einsetzen. Die solle erst einmal klären, ob damals überhaupt ein Genozid stattgefunden habe. In der offiziellen türkischen Geschichtsschreibung ist von ungewollten Todesfällen die Rede, eine gezielte Absicht für einen Genozid bestreitet Ankara energisch

Während Länder wie Frankreich oder die USA zumindest mit Worten scharf gegen die Leugnung des Genozids vorgehen, hält Deutschland sich zurück. Es gibt ja so etwas wie eine Nazikeule:

Frankreich, Heimat vieler Exil-Armenier, plante letztes Jahr, die Leugnung des Genozids unter Strafe zu stellen, und in Washington wurde eine Resolution verabschiedet, die ebenfalls das Wort Genozid verwendet. Deutschland, das im Ersten Weltkrieg Verbündeter der Osmanen war, hält sich dagegen auffällig zurück.

Ostanatolien ist jedenfalls Anschauunsplatz für das, was Mitteleuropa bevorsteht, wenn nicht ein mittleres Wunder passiert:

In Ostanatolien und vor allem in der Stadt Van - wo vor hundert Jahren mehr Armenier lebten als Türken und Kurden - lässt sich heute kaum mehr eine Spur von ihnen finden, geschweige denn ein einziger Armenier. Geblieben sind nur Erinnerungen und Ruinen. Die meisten der etwa 80.000 Armenier im Lande leben heute in Istanbul. Sie bilden die größte christliche Minderheit in der Türkei. Ähnlich wie die Kurden sind sie zwar offiziell gleichberechtigte Staatsbürger, doch de facto bleiben sie Bürger zweiter Klasse. Viele Berufe sind ihnen verschlossen, ihre Rechte sind eng begrenzt, die Einhaltung wird akribisch überwacht.

Hrant Dinks letzter Kolumnentitel ist omipräsent:

“Meine Seele ist furchtsam wie eine Taube”

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Rassistischer check-in?

März 20, 2008 · No Comments

Mohammed Atta

“Ein Attentäter in einem Flugzeug ist wahrscheinlich ein Muslim und jung, kein älterer Holocaust-Überlebender.”

So zitiert der Standard heute den israelischen Terrorexperten Ariel Merari. Doch diese unzählige Male mit vielen Toten bewiesene Aussage gefällt nicht allen:

Eine israelische Menschenrechtsorganisation klagt vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen des Landes. Die Vereinigung für Bürgerrechte in Israel erklärte am Mittwoch bei einer Anhörung, die Risikobewertung nach ethnischer Zugehörigkeit sei rassistisch und und verstoße gegen das israelische Gesetz.

Jeder hat die Bilder vor sich im Kopf: Mit Sprengstoffgürteln und Handgranaten bewaffnete Israelis graben einen Tunnel unter der Mauer und spregen sich inmitten friedliebender Palästinenser zu Stoßzeiten in vollbesetzten Cafes in die Luft, um ihrem Jahwe näher zu sein.
Welcher Irrsinn fällt dieser “Menschenrechtsorganisation” als nächstes ein?
Klartext spricht einzig Merari:

“Es ist eine Dummheit, keine Profile zu verwenden, wenn man weiß, dass die meisten Terroristen zu einer gewissen ethnischen Gruppe gehören und gewissen Altersgruppen gehören”,

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Chinesen kämpfen für Freiheit!

März 20, 2008 · No Comments

Chinesische Armee
Jetzt ist es soweit. Die chinesische KP steht kurz vor den olympischen Spielen vor ihrem Abflug auf den Misthaufen der Geschichte. Was mit der wirtschaftlichen Liberalisierung lange aufgehalten wurde, schlägt jetzt unterstützt durch Zugang zu neuen Medien in voller Härte zu: Nach Tibet erheben sich auch andere Regionen in China gegen das totalitäre Regime, das den Namen kommunistisch schon lange nicht mehr verdient. Marktwirtschaft ohne Freiheit funktioniert offenbar doch nicht. Doch noch gibt sich die KP-Führung unbelehrbar, das Militär wurde in die aufständischen Provinzen entsandt und sämtliche westliche Journalisten ausgewiesen.
Der ORF berichtet über den (hoffentlichen) Zerfall eines Unrechtssystems:

Droht Flächenbrand?
Weitere Provinzen sind nun von Unruhen betroffen.Die chinesische Regierung hat ihre Militärpräsenz in Tibet und zwei Nachbarprovinzen offenbar massiv verstärkt.

Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Donnerstag erstmals von Unruhen auch in den Provinzen Gansu und Sichuan. Teile dieser Provinzen gehören zum tibetischen Siedlungsgebiet.

Unklarheit über Anzahl der Toten
Xinhua machte für die weiteren Unruhen ebenfalls Anhänger des Dalai Lama verantwortlich. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter bestreitet die Vorwürfe und hat aus seinem indischen Exil beide Seiten zum Gewaltverzicht aufgerufen.

Xinhua zufolge haben sich 170 Personen wegen ihrer Beteiligung an Unruhen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa den Behörden gestellt. Nach Angaben der Regierung kamen 16 Menschen ums Leben, 325 wurden verletzt. Die Zahl der Todesopfer wurde von Exil-Tibetern mit 80 angegeben.

Aba: Tote durch Schüsse
Bei Unruhen in von Tibetern bewohnten Gebieten der Stadt Aba in der Provinz Sichuan wurden Bewohnern zufolge seit vergangenem Freitag 18 Menschen von chinesischen Sicherheitskräften erschossen. Das bestätigten am Donnerstag unabhängige Quellen der dpa in Peking.

Exiltibetische Organisationen hatten bereits am Dienstag von mindestens 39 Opfern durch Schüsse von chinesischen Truppen in Aba sowie Machu (Provinz Gansu) berichtet. Unklar war, ob es sich bei den unterschiedlichen Berichten teilweise um dieselben Opfer handelte.

China will hart durchgreifen
In der vergangenen Woche hatte China nach offiziellen Angaben 24 Menschen verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen Gefährdung der nationalen Sicherheit sowie Plünderungen, Brandstiftungen und andere gewaltsame Übergriffe vor, wie der amtliche tibetische Mediendienst am Donnerstag mitteilte.

Es lägen stichhaltige Beweise vor, sagte der stellvertretende Leiter der Strafverfolgungsbehörde in Lhasa, Xie Yanjun. Harte Strafen seien nötig, um die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten.

“Angst, Haus zu verlassen”
Bei der Bevölkerung geht die Angst um. Eine Tibeterin im Nordwesten von Sichuan sagte telefonisch: “Es sind viele, viele Soldaten da. Ich habe Angst, das Haus zu verlassen.” Sie habe von zahlreichen Verhaftungen gehört, sagte die Bewohnerin der Präfektur Aba.

In der Stadt Aba seien am Sonntag Geschäfte und Amtsgebäude angegriffen worden, meldete Xinhua. Ähnliche Vorfälle habe es in fünf Präfekturen der Provinz Gansu gegeben.

Für Ausländer gesperrt
Die chinesischen Behörden haben Tibet und die angrenzenden Provinzen für alle Ausländer gesperrt. Ein BBC-Journalist in Westchina berichtete, er habe mehr als 400 Militärfahrzeuge in Konvois in Richtung Tibet fahren gesehen.

China verstärkt Truppenpräsenz
Nach Angaben des deutschen Korrespondenten Georg Blume wurde die Truppenpräsenz in der tibetischen Hauptstadt Lhasa drastisch verstärkt.

Er habe einen Konvoi von mindestens 200 Armeefahrzeugen mit je 30 Soldaten gesehen - das seien rund 6.000 Sicherheitskräfte, die binnen eines Tages in Lhasa unterwegs gewesen seien, sagte Blume der britischen BBC, kurz bevor er am Donnerstag Tibet verlassen musste.

Blume schreibt unter anderem für die Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit” und die Berliner “tageszeitung” (”taz”).

Polizei verfolgt Journalisten
Blume und der Journalistin Kristin Kupfer, die in Peking für das Nachrichtenmagazin “profil” akkreditiert ist, war es gelungen, am Tag nach dem Ausbruch der schweren Unruhen am Freitag ohne die sonst für Tibet erforderliche Genehmigung nach Lhasa zu reisen. “Es ist hochinteressant, was hier an Leid zu erfahren ist”, sagte Blume.

Seit ihrer Ankunft in Lhasa habe die Ausländerpolizei sie aufgefordert, das Hochland wieder zu verlassen. “Seit Samstag sind sie jeden Tag ins Hotel gekommen”, so Blume.

Zum Zug eskortiert
Blume und Kupfer wurden am Donnerstag aus Tibet ausgewiesen. Ihnen habe ein ranghoher Funktionär mit dem Entzug der Aufenthaltsgenehmigung in China gedroht, berichtete Blume telefonisch der dpa in Peking, bevor die Polizei sie zum Zug eskortierte.

“Uns wurde heute auf einschüchternde Weise gesagt, wenn wir jetzt nicht gehen, werden wir sehr große Probleme bekommen, und zwar auch in der Visa-Frage”, sagte der China-Korrespondent der “Zeit” und der “taz”.

Die beiden waren die letzten ausländischen Korrespondenten in Tibet. Zuvor hatten bereits der Korrespondent des “Economist”, James Miles, sowie am Montag schon mehrere Hongkonger Journalisten Lhasa verlassen müssen.

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