Gegen den Strom

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Youtube und Islam, Teil 20

April 1, 2008 · No Comments

Teil 19 zeigte uns die praktischen Auswirkungen der in Teil 18 detailliert beschriebenen Theorie des Schlagens, heute wird es etwas gewalttätiger. Ein Geistlicher aus Saudi-Arabien referiert über die Vorzüge der Amputationsstrafe und kommt vom islamischen Strafrecht zum Existenzrecht Israels, offenbar ein Evergreen in diesen Gefilden.
Das Video ist im Originalton auf Arabisch mit englischen Untertiteln. Die Übersetzung ist wie immer unter dem Video.

Die Übersetzung:

Wir fragen (die Westler):”Welche Art von Leuten verteidigt ihr?”
Das islamische Gesetz verteidigt den Unschuldigen und stoppt den Kriminellen.
Im Westen ist es umgekehrt. Sie verteidigen die Kriminellen und opfern und verfolgen die Unschuldigen.
Wenn das islamische Gesetz eine Hand abhackt, dann macht es das, weil diese Hand kriminell ist, eine betrügerische Hand, die vom Gesetz geschütztes Geld genommen hat.
Sie wurde abgehackt, sodaß die Gesellschaft sicher. Das ist ein medizinisches Prinzip heutzutage.
Wenn ein Patient Wundbrand in seinem Finger hat, sollten wir den Finger etwa nicht abhacken? Ist das Barbarentum? Nein.
Warum hacken wir den Finger ab? Nicht um grausam zum Patienten zu sein, sondern zum Segen seines ganzen Körpers.
Das selbe passiert mit einer Gliedmaße, die das Eigentum anderer Leute attackiert hat und in die Privatsphäre von anderen Leuten eingedrungen ist durch Töten, Stehlen oder Herumhuren.
Wir stoppen ihn, um die Gesellschaft zu schützen.
Also, Allah sein Dank, hat Saudi-Arabien die niedrigste Verbrechensrate.
Weil es die gesetzlichen islamischen Strafen anwendet.
Das Verbrechen ist weitverbreitet in allen Städten der Welt, and sie können es nicht bekämpfen trotz der Stärke ihrer Polizeigewalt und ihrer Kontrolle und so weiter…
Trotz all dem ist das Verbrechen weit verbreitet, weil jeder, der sich vor Strafe sicher fühlt, weiter macht, Verbrechen zu begehen.
Wenn die Strafe hart ist, bleibt die Gesellschaft sicher.
Man kann vom Al-Qurayyat-Bezirk im Norden nach Jizan im Süden fahren - 3000 Kilometer, zusammen mit seiner Frau oder in einem Auto mit hunderttausenden Riyals (Währungseinheit, Anm.) mit nur einem Fahrer, und man muß nichts fürchten außer Allah.

Moderator: Auf der anderen Seite - und das ist das Thema dieser Diskussion - jene Leute, die ausrufen, daß die Anwendung des islamischen Strafrrechts Barbarentum ist, und ich spreche dabei über unsere Feinde - sehen Sie, was sie mit Leuten machen?
Mit den Leuten der Welt? Wo ist das Mitgefühl?
Ich frage mich, wo ist das Gehirn dieser Leute, die selbst minimales Vertrauen (in den Westen) haben, obwohl sie wissen…
Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Eine ganze Nation wurde ausgelöscht und ihr Land wurde besetzt. Andere kamen und besetzten es.
Eine Gruppe von Leuten kam aus Europa auf den amerikanischen Kontinent.
Es gab dort ein Volk mit dem Namen “Indianer” und jeder weiß das.
Sie wurden ausgelöscht, Millionen von ihnen, und ihr Land wurde besetzt.
Wo ist das Mitgefühl?

Und was machen sie in Palästina? Die fremden Juden waren auf der ganzen Welt verstreut. Sie wurden hierher gebracht, wo ein Volk auf seinem Land und seinen heiligen Stätten lebte.
Nun werden die Palästinenser täglich ermordet und die Welt ist still.
Wo ist das Bewußtsein der Welt? Wo sind die Menschenrechte?
Warum schließen sie ihre Ohren, damit sie nicht von der Zerstörung von Häusern hören, vom Töten und Verwunden der Bemitleidenswerten und der Zerstörung ihrer Häuser, und dem Verbrennen ihrer Bauernhöfe und ihrer Auslöschung.
Wo ist die freie Welt? Das ist, wo die Gefahr liegt.

Offenbar weiß man in der arabischen Welt noch nicht, daß die Palästinenser das sich am schnellsten vermehrende Volk, das kurz vor der Auslöschung steht, sind.

Anmerkung in eigener Sache: Ich ersuche jeden Leser, diesen Hinweis in eigener Sache zur Zukunft des Blogs zu lesen und eine Antwort zu geben.

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Youtube und Islam, Teil 18

März 30, 2008 · 3 Comments

Ging es in Teil 17 um die arabische Diskussionskultur, so zeigt uns youtube heute, ganz den Geschäftsbedingungen entsprechend und von “passender Art”, eine saudi-arabische Dr. Sommer Show. Dort erklärt ein Geistlicher jungen Männern den Umgang mit ihren zukünftigen Ehefrauen. Allerlei Wissenswertes wird ihnen ihn 4:30 min beigebracht, unter anderem daß man eine Frau anders als Kinder oder Tiere schlägt.
Das Video ist in Arabisch mit englischen Untertiteln. Die Übersetzung ist wie immer unter dem Video.

Die Übersetzung:

Männer schlagen Frauen öfter als Frauen Männer.
Ich sagte, daß manche Frauen Männer schlagen ihre Ehemänner schlagen, weil das passiert, aber es ist selten und es gibt keine Notwendigkeit, Konferenzen abzuhalten über Frauen, die ihre Ehemänner schlagen.
Ich glaube, daß kommt weniger häufiger vor, weil durch die Natur, der Körper des Mannes…
In den Meisten Fällen hat Allah den Körper der Männer stärker gemacht als den Körper der Frauen.
Deswegen, Du und Deine Schwester….
Du wirst größer sein als Deine Mutter, richtig?
Falls Deine Mutter krank ist, dann wirst du sie tragen können, aber sie kann dich nicht tragen.
Allah erschuf die Frauen mit diesen feinen, zerbrechlichen, geschmeidigen und weichen Körpern, weil sie ihre Emotionen mehr benützen als ihre Körper.
Deswegen, während der Mann Schläge benutzen darf, um seine Frau zu disziplinieren, benützt sie manchmal ihre Tränen, um ihn zu disziplinieren.
Er bekommt das, was er will, durch Schreien, während sie das, was sie will, mit Weinen und Zurschaustellen von Emotionen bekommt.
Für Männer können weibliche Emotionen schlimmer als ein Schwerthieb sein.

Zuerst, “ermahnt sie”, einmal, zweimal, dreimal, viermal, zehnmal.
Falls das nichts hilft, dann “weigert Euch, mit ihr das Bett zu teilen”.
In so einem Fall schläft der Ehemann nicht mit seiner Frau, oder mit anderen Worten, er ist böse auf sie.
Er gibt ihr die Schweigebehandlung indem er sich weigert, mit ihr zu reden.
Falls er zum Essen kommt und sie fragt “Wie geht es Dir?” - antwortet er nicht.
Falls sie ihn fragt “Möchtest Du etwas?” - antwortet er nicht.
Er distanziert sich von ihr im Bett und in der Konversation, er schläft nicht mit ihr, sondern geht zum Schlafen in ein anderes Zimmer.
Er zeigt ihr, daß er böse auf sie ist.
Falls das nicht hilft - falls das Ermahnen nichts gebracht hat, und wenn er in ein anderes Zimmer zum Schlafen geht und sie sagt “Gottseidank ist er weg. Jetzt habe ich das ganze Bett für mich alleine. Ich werde alleine schlafen und kann mich umdrehen, soviel ich will.”
Falls also keine Methode bei ihr funktioniert hat, was ist die dritte Möglichkeit?

Junge: “Und schlagt sie”

Das ist richtig. Wie führt man dieses Schlagen aus? Was glaubt ihr?

Junge: “Leichte Schläge”

Leichte Schläge auf welche Weise?

Junge: Zum Beispiel würde ich ihr nicht ins Gesicht schlagen…

Ins Gesicht schlagen ist verboten, selbst bei Tieren.
Wenn eine Person ein Tier schlägt…
Selbst wenn man möchte, daß sein Esel oder Kamel zu laufen beginnt, ist es einem nicht gestattet, ins Gesicht zu schlagen.
Manche religiösen Gelehrten sagen: “Er soll sie mit einem Zahnstocher schlagen”
Zufälligerweise habe ich einen Zahnstocher dabei (holt ein 15 cm langes Holzstück aus der Tasche)
Ein Mann, der mit seiner Frau wütend ist, weil sie nicht spurt…
Falls er zu ihr sagt “Pass auf, das Kind ist neben den Herd gefallen” oder “Gib das Kind weg von der Steckdose” und sie sagt “Ich habe zu tun” - dann schlägt er sie mit einem Zahnstocher oder etwas ähnlichem.
Er schlägt sie nicht mit einer Wasserflasche, einem Teller oder einem Messer.
Das ist verboten.
Die Gelehrten sagen, daß er sie mit einem Zahnstocher schlagen soll.
Schaut wie sanft der Zahnstocher zum Schlagen ist.
Das zeigt Euch, daß es nicht der Zweck ist, Schmerz zu entflammen.
Wenn Ihr ein Tier schlagt, dann wollt Ihr Schmerz verursachen, damit es Euch gehorcht, weil ein Tier würde nicht verstehen, wenn ihr sagt “Oh Kamel, komm schon, beweg dich”
Das Kamel versteht solche Dinge nicht, außer man schlägt es.
Ein Esel versteht nichts außer Schlägen, aber eine Frau, ein Mann, ein Kind und so weiter sind normalerweise mehr von Emotionen als von anderen Dingen berührt.
Wenn man sie mit einem Zahnstocher schlägt, oder wenn man sie leicht mit der Hand schlägt, und so weiter, das soll ausdrücken:
“Frau, das geht zu weit. Ich kann es nicht mehr ertragen.”
Falls er sie schlägt, müssen die Schläge leicht sein und dürfen ihr Gesicht nicht häßlich machen.
Er muß sie dort Schlagen, wo es keine Spuren hinterläßt.
Er sollte sie nicht auf den Arm schlagen…
Er sollte sie auf solchen Stellen schlagen, wo es keinen Schaden verursacht.
Er soll sie nicht so schlagen, wie er ein Tier oder ein Kind schlägt - links und rechts eine runterhauen.
Unglücklicherweise schlagen viele Ehemänner ihre Frauen nur dann, wenn sie wütend sind, und wenn sie beginnen, sie zu schlagen, ist es, als ob sie auf eine Wand eindreschen - sie schlagen mit ihren Händen, rechts und links, und manchmal benützen sie ihre Füße.
Bruder, es ist ein menschliches Wesen, das man schlägt.
Das ist verboten.
Er darf das nicht tun.

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Saudi-Arabien will Babysitter köpfen

März 26, 2008 · No Comments

Das Opfer
Das Königreich, das so gerne lieber Ungläubige als Moslems hinrichtet

The ‘Saudi Arabia: why are foreigners losing their heads?’ campaign condemns the increasing number of executions in Saudi Arabia since the start of the year. In particular, it focuses on the fact that almost half of all executions involve foreigners (out of 158 people executed in 2007, 76 were foreigners).

kann, der Scharia sei Dank, bald wieder ein Volksfest veranstalten. Die Enthauptung einer 20jährigen, die in einer Verhandlung auf Arabisch, das sie nicht versteht, und ohne Anwalt, dafür mit ihrer Unterschrift unter einem Dokument in Arabisch, als Urteil verkündet wurde, steht an. Daß die Frau aus Sri-Lanka zur Tatzeit (es geht um ein Baby, das erstickte, nachdem es aus einer Flasche, die die Babysitterin ihm gegeben hatte, getrunken hatte) erst 17 war spielt keine Rolle, 2007 wurde ein 15jähriger enthauptet, der zur Tatzeit 13 war.
Worldcoalition.org berichtet über die Lust am schariakonformen Willkürmord in einem islamischen Kernland:

The situation is illustrated by the case of Rizana, a 20-year-old Sri Lankan woman who came to work in Saudi Arabia with false identity documents when she was 16.
She is accused of causing the death of the baby for whom she was caring. According to her, the child choked as it drank from its bottle. She was 17 at the time.
Arrested in May 2005, she did not have the right to a lawyer, either during questioning or during the trial. She allegedly ‘confessed’ to the murder during police questioning in a language she does not understand and signed a document drawn up in a language she cannot read.
She was sentenced to death on 16 June 2007 and appealed the sentence. If it is confirmed Rizana will be decapitated. In Saudi Arabia executions are performed in public through decapitation by sword.

Da die Gesellschaft in Saudi-Arabien durch Faulheit Erdölreichtum aber dumm geworden ist, wird diese üble Praxis nicht an Schlüsselarbeitskräften aus dem gottlosen Westen praktiziert, sondern an den zahlreich vorhandenen Sklaven aus ärmeren Nachbarstaaten:

Saudi Arabian justice is particularly intransigent towards foreign workers and especially those from poor countries in the Middle East, Africa and Asia who represent nearly a quarter of the country’s population.
Foreign nationals are more exposed to legal errors and unfair trials than Saudi Arabians. As a result of their origins, they have little chance of escaping capital punishment. They receive insufficient, sometimes even inexistent, legal representation and consular assistance. They are deprived of all family support and cannot understand the contents of the statements drawn up in Arabic they must sign.

Die Todesstrafe gibt es aber nur für ganz besonders schwere Vergehen wie Hexerei, Ehebruch, Sodomie, Homosexualität oder Gottlosigkeit, die Liste ist mehr oder weniger endlos:

Many offences lead to the death penalty in Saudi Arabia, not only violent crimes but also witchcraft, adultery, sodomy, homosexuality and apostasy (renouncing Islam), to name but a few.

War da nicht noch was? Menschenrechte und Saudi-Arabien. Ja, genau. Das Land hat die Kinderrechtskonvention, die die Hinrichtung von Kindern verbietet:

Although Saudi Arabia signed the Convention on the Rights of the Child it continues to sentence and execute those who were juveniles at the time of the offence.

und vor 2 Wochen die Menschenrechtscharta der OIC (Organisation of Islamic Conference) unterzeichnet.

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Scharia am Menschenrechtspranger

März 25, 2008 · No Comments

Steinigung
Vor nicht einmmal 10 Tagen hat das Königreich Saudi-Arabien die neue Menschenrechtscharta der OIC (Organisation der Islamischen Konferenz) unterzeichnet. Darin steht unter anderem, daß sich die Unterzeichner für grundlegende Menschenrechte und den Rechtsstaat einsetzen.
Sollten die saudischen Erdöldespoten diese Erklärung ernst gemeint haben, dann wissen sie seit heute, daß sie viel Arbeit vor sich haben. Der Human Rights Watch Report über Saudi-Arabien wurde heute nämlich veröffentlicht. AFP berichtet über ein Land, das Kinder hinrichtet:

“In 2007, Saudi Arabia executed three juvenile offenders, including a 15-year-old boy who was only 13 at the time of the alleged crime,” HRW said.

Diese Todes-, aber auch Auspeitschungs- und Amputationsurteile für Kinder, fallen in der Regel in einer Verhandlung ohne Anwalt oder Erziehungsberechtigtem:

“Judges regularly try children without the presence of lawyers or sometimes even guardians, even for crimes punishable by death, flogging, or amputation,” HRW charged.

Bei solchen Taten fällt es auch kaum ins Gewicht, daß Kinder bis zu 6 Monate gefangen gehalten werden können, bevor sie einem Richter vorgeführt werden. Bei Mädchen kann diese Untersuchungshaft” zu ihrer eigenen Sicherheit” auf unbestimmte Zeit (!!!) erhöht werden:

Prosecutors can hold children for up to six months before referring them to a judge, while girls can be detained indefinitely for purported “guidance,” it said.

Glück haben Kinder, die von zu Hause weglaufen oder einfach nur mal mit einem Vertreter des anderen Geschlechts alleine angetroffen werden. Dafür gibts standardmäßig nur Knast:

HRW said it had documented the “routine” arrest in Saudi Arabia of children “for such ‘offences’ as begging, running away from home, or being alone with a member of the opposite sex.”

Und ab wann jemand kein Kind mehr ist, das steht natürlich nicht in der allwissenden Scharia, sondern liegt in der Willkür im Ermessen des Richters:

It said Saudi Arabia sets no clear age when children can be treated as adults in criminal cases, leaving judges to use signs of puberty to determine criminal responsibility.

So wie bei Vergewaltigungen werden auch beim Kinderhandel die Opfer und nicht die Täter bestraft:

It said that while Saudi Arabia has “done little” to prosecute traffickers of foreign children used for begging, it “routinely arrests and returns trafficked children to countries such as Somalia or Chad where they risk recruitment as child soldiers, trafficking, and other serious abuses.”

Und weil die Scharia so alt ist und sich der große Prophet vor über tausend Jahren sicherlich noch keine Gedanken über heutige Verbrechen gemacht hat, sind die meisten Verbrechen auch kaum definiert. Es regiert die Willkür, Berufungen sind kaum möglich:

According to HRW, the second report documents what it called “the arbitrary arrest” of individuals for “vaguely defined crimes.”

It said suspects often face prolonged solitary confinement, ill-treatment, and forced confessions, and are denied a lawyer at crucial stages of interrogation and trial.

Richtig liberal ist das ansonsten so prüde Saudi-Arabien hingegen, wenn ein elfjähriger seine Cousine heiraten will. Das geht unbürokratisch und schnell.

Die im November letzten Jahres groß angekündigte “Justizreform” sieht so aus, daß nicht die Scharia als Rechtsgrundlage sofort abgeschafft wird, sondern daß es mehr Richter gibt, um das Prozedere zu beschleunigen.
Dann kann man ruhigen Gewissens eine Charta zu den Menschenrechten unterschreiben.

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Probleme im islamischen Ölparadies

März 24, 2008 · 1 Comment

Saudi-Arabien
Die erdölreichsten Länder der Erde, die alle streng islamisch regiert werden, haben Probleme. Das angenehmste davon scheint die Inflation zu sein, wie der ORF berichtet:

Zwar bescheren die steigenden Ölpreise dem größten Ölexporteur der Welt hohe Gewinne, doch nicht alle Saudis profitieren davon - zumal die steigende Inflation einen Teil der Zuwächse wieder auffrisst.

Bei einem Wachstum von 5% und einer Inflation von 7% könnte Saudi-Arabien aufgrund des hohen Ölpreises am eigenen Erdöl zugrunde gehen. Das wäre Ironie der Geschichte.

Wie verlogen das ganze Land ist, erklärt die Tatsache, daß sich Tausende wegen eines Börsecrashs in psychiatrischer Behandlung befinden - in einem göttlichen System, das Zinserträge verbietet, wohlgemerkt:

Die saudi-arabische Zeitung “el Watan” berichtete unlängst: In den neun Monaten nach dem Crash hätten die Ärzte im Königreich 37.000 Patienten untersucht, die ihre Beschwerden mit dem hohen Verlusten auf dem Aktienmarkt begründet hätten.

Die Despoten können aber auch nicht mit freier Meinungsäußerung umgehen:

Im Jänner kritisierte ein Anrufer in einer Live-Show die Lohnerhöhungen der Regierung scharf. Diese verbot daraufhin vorübergehend alle Telefonanrufe in Live-Sendungen.

Also flüchten die Bürger ins Internet:

Die Unzufriedenheit ist da, aber durch ein Verbot politischer Parteien und Demonstrationen fehlt den Bürgern ein Ventil. Um ihrem Ärger trotzdem Luft verschaffen zu können, nutzen sie Internet-Foren.

Diese Leute fliegen in der Regel ins Gefängnis - ohne Anklage - oder landen wie im Iran am Galgen.

Die Bevölkerung scheint den Braten zu riechen:

Die Rechnung der saudischen Bevölkerung sei simpel, berichtet Andrew Hammond von der Nachrichtenagentur Reuters. “Wenn wir zehn Millionen Barrel Öl pro Tag produzieren und diese einen Stückpreis von 100 Dollar haben, wo geht dann das ganze Geld hin?”, habe ihn ein Mitarbeiter eines staatlichen Unternehmens gefragt.

Was Forbes lt. ORF auch bestätigt:

Das amerikanische “Forbes”-Magazin zählt saudische Prinzen und Geschäftsleute zu den reichsten Menschen der Welt, andererseits verdienen manche Beamte des Golfstaates nur 1.000 Rial pro Monat - umgerechnet etwa 420 Euro.

Mit Ostblock-methoden wird versucht, die Probleme in den Griff zu bekommen:

König Abdullah hatte im Dezember zusätzliche Subventionen für Reis und Säuglingsmilch beschlossen, um den Effekt des Preisanstiegs für die ärmeren Saudis abzufedern

Beim Benzin kann der gütige Herrscher allerdings keine Zugeständnisse mehr machen:

Nur über hohe Benzinpreise müssen die Männer in dem islamischen Königreich - die Frauen dürfen nicht Auto fahren - nicht klagen. Denn die Saudis, die sich fast ausschließlich mit dem Auto fortbewegen, zahlen pro Liter Super nur 60 Halala (knapp elf Cent).

Durch den Reichtum an Bodenschätzen ist man etwas zu sehr auf der faulen Haut gelegen und hat die Jugend verblöden lassen, was jetzt dramatische Folgen hat:

Vor allem in Sachen Bildung hat Saudi-Arabien Aufholbedarf. Viele Fachkräfte müssen aus anderen Ländern geholt werden.

Zwar wissen die Tyrannen, daß es so nicht mehr weitergehen kann:

König Abdullah teilte dem Schura-Rat diese Woche in einer Rede mit, dass konstruktive Kritik etwas Gutes sei.

Doch an der Umsetzung hapert es noch. Schließlich hat China diese Woche gerade erlebt, daß Öffnung nach außen auch andere Folgen als wirtschaftliche Entwicklung haben kann.

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Inzest-Kinderhochzeit dank Koran

März 19, 2008 · No Comments

Ehe 

In Saudi-Arabien hat die dort regierende Scharia wieder einmal das scheinbar Unmögliche möglich gemacht: Ein 11jähriger hat eine 10jährige geheiratet. Das ist aber nicht alles, denn die beiden Kinder sind auch noch verwandt: Cousin und Cousine. Das australische Nachrichtenportal News.com.au berichtet:

AN 11-year-old boy has married his 10-year-old cousin in the ultra-conservative Muslim kingdom of Saudi Arabia.

Mohammed al-Rashidi and his unidentified cousin would seal the marriage they contracted under the sharia laws of Islam and move in together after a ceremony to take place later this year, Al-Shams newspaper reported today.

Und der Papa ist ganz stolz:

The boy’s father, Muraizak al-Rashidi, told the newspaper he was busy sending out invitations for a celebration to seal the marriage.

Vielleicht hatte der Erzbischof von Canterbury Angst, daß so junge Liebende unter weltlichem Gesetz auf der Strecke bleiben könnten, als er die Einführung der Scharia forderte…

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Saudi-Arabien: Scharia wird manifestiert

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 11.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Die Schlagzeile der Netzeitung klingt äußerst vielversprechend:

Saudi-Arabien will Rechtssystem reformieren

Religionsgelehrte und islamische Hilfssheriffs entscheiden in Saudi-Arabien zusammen mit Richtern über Recht und Unrecht. Das will Staats-Chef Abdullah jetzt ändern.

Hoffnungsfroh liest man als Freund der Meinungsfreiheit weiter und stößt nach dem Fall des Professors, der zu 180 Peitschenhieben und 8 Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, auf den Zustandsbericht des aktuellen Rechtssystems:

Al-Duhaim war früher selbst Richter. Wie jeder, der in Saudi-Arabien etwas mit Justiz zu tun hat, so hat auch er islamisches Recht («Scharia») studiert. Er kritisiert: «Der Ermessensspielraum des einzelnen Richters ist zu groß.» Denn die Richter an den islamischen Gerichten, die von Scheidungen bis zu Mordfällen alles bearbeiten, können die «Scharia» in ihren Urteilen nach eigenem Gutdünken interpretieren. Ein saudisches Gesetzbuch, in dem Bürgerrechte, - pflichten und Strafen präzise formuliert sind, gibt es nicht

Ein Schaudern durchzieht jeden freiheitsliebenden Menschen und Erwartung keimt auf. Erwartung, daß ein weitsichtiger König Staat und Kirche im Rechtssystem klar trennt bei seiner Reform. Und dann die Ernüchterung:

König Abdullah, an den die Justizopfer ihre Gnadengesuche richten, will nun mit dem Wildwuchs in den Gerichten des Landes aufräumen - allerdings ohne die «Scharia» als einzige Quelle des Rechts in Frage zu stellen. In den kommenden Jahren sollen 14 Berufungsgerichte entstehen sowie spezialisierte Strafgerichte, Familiengerichte, Verwaltungsgerichte und Verkehrsgerichte. Außerdem soll die Zahl der Richter von derzeit knapp 1000 mehr als verdoppelt werden.

Im Klartext: Das Unrechtssystem bleibt bestehen wie es ist, nur die Durchführung wird professionalisiert und beschleunigt.
König Abdullah weiß die 1,3 Milliarden Euro gut investiert und die Netzeitung ist ihm auch auf den Leim gegangen.

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Das Ende des Islam

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 9.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Nun ist es vorbei. Nichts kann den Untergang mehr aufhalten. 1500 Jahre Religions- und Kulturgeschichte sind am Verglühen und noch hat es keiner bemerkt.
In Saudi-Arabien sind Sozialpädagogen am Werk. Entlassene Häftlinge sprechen mit Kreide in der Stimme:

Ali Saeed al-Ghatani, 17, will head home to the resort town of Abha - four months after he was arrested making an attempt to join Iraqi militants fighting American forces. His incarceration may have been brief, but it will have been long enough for him to realise he had ‘taken the wrong path’. ‘I was angry and I was seeking adventure,’ he said. ‘Now all I want is to study and get married.’

Einer, der noch länger gesessen ist, ist noch viel einsichtiger:

Hizam, who has spent three years in prison and three months in the compound, went much further than Saeed, spending months fighting American forces near the Iraqi town of Falluja. Yet he too now insists he is reformed. ‘I am a very emotional man and I did not have a good understanding of Islam,’ he said. ‘Now I realise the wrong I did to my country and my family.’

Der “War on Terror” wird mittlerweile - ganz nach westlichem Vorbild - mit Psychologen, Soziologen und Kirchenquaxis geführt.Und natürlich wird keiner aus dem Gefängnis entlassen, bevor er keine Gefahr für die Gesellschaft mehr ist. Die Deradikalisierung ehemaliger “Irak-Reisender” als soziologischer Feldversuch:

The compound is the latest weapon of the Saudi Arabian government in the ‘war on terror’, a rehabilitation centre where young men spend months being ‘deradicalised’. The two al-Ghatanis will leave behind another 12 or so inmates - or ’students’ as the psychologists, sociologists and clerics working with them prefer - who also travelled, or tried to travel, to Iraq. Under treatment are another dozen men who have recently been repatriated from Guantánamo Bay. No one will leave the centre until they are deemed no further threat to society.

Weil das Programm so toll funktioniert, die Insassen aber noch keine profunde religiöse Ausbildung haben, stehen schon Geldmittel bereit für tiefergehende religiöse Kenntnisse und Kunsttherapien. Schließlich müssen die Sozialarbeiter Häftlinge auch außerhalb des Gefängnisses beschäftigt werden:

Al-Hadlaq has charted the lives of nearly 700 militants to help construct the programme. In common with other surveys of Islamic radicals, the Saudi research has revealed a very low level of religious knowledge, so lectures in jail concentrate on key theological areas - the Islamic theory of jihad, takfir, or excommunication, and relations with non-Muslims. On their release, the ex-prisoners are sent to the new rehabilitation centre - seven others are planned as well as a series of purpose-built prisons with capacity for 6,400 militants - where they undergo further religious instruction, psychological counselling, do team sports and even art therapy.

Schuld ist natürlich das Fernsehen, meint der Leiter der Kunsttherapie:

‘The aim is to stop them reacting in such an immediate way to images they see on the television or internet by giving them different visual languages,’ said Awad Alyami, who runs the art therapy course.

Ein Ex-Knacki bestätigt das:

Mohammed al-Fawzan was released six weeks ago and returned to his family home in the middle-class al-Shifa neighbourhood in west Riyadh. He, too, had tried to get to Iraq but had been arrested. Though once more interested in travelling to Indonesia to ‘have fun’, al-Fawzan, like most of those interviewed by The Observer, said it was images of the war in Iraq that were responsible for the change - in al-Fawzan’s case, images of an American soldier shooting an apparently wounded, unarmed and prostrate Iraqi fighter. ‘I said to myself I had to travel there and do what I could. I had only one thing in my head - to go there. If I had not seen that film I would still be in Indonesia in a nightclub,’ he said.

Erste Erfolge gibt es auch schon. Ehemalige Guantanamo-Häftlinge haben keinen Hass mehr auf Amerika:

Though he may have learned to manage his anger against the US, he can barely hide his bitterness. ‘When I left Guantánamo, I hated America,’ Abdullah said. ‘Do I hate them now? I live in Saudi Arabia. I have nothing to do with America or Americans. They have nothing to do with me. That is how I would like to keep it

Die Kuschelrehabilitation hat - abgesehen von den positiven Auswirkungen für alle Sozialberufe auf dem Arbeitsmarkt - leider auch einen Haken. Sie funktioniert nicht für jeden - für die richtig schweren Jungs geht sie wohl nicht. Oder traut sich da kein Sozialarbeiter ran?

Admired though it may be among the counter-terrorist community, there are some misgivings. Though recidivism to date has been negligible, for the moment the programme is being used only with relatively easy cases. The hard core of convicted terrorists responsible for strings of bomb attacks and shootouts in Saudi Arabia face decades of jail or execution, not rehabilitation, and it is far from clear the initiative would work with them.

Da Frauen offenbar den Resozialisierungsprozess beschleunigen, läßt sich die saudische Regierung nicht lumpen, und übernimmt die Mitgift:

After prison and the deradicalisation programme, he is now back in his old job in the Transport Ministry, has accepted the gift of a car ‘to encourage [him]‘, and has found a wife - the dowry will be paid by the Saudi government. ‘I know now that I did not understand Islam and jihad,’ he said. ‘Now I still care about what happens in the world, but I understand that political things are the responsibility of the government and I should not get involved. I am a soldier of the government. I should obey their orders and those of their representatives, even the traffic police.’

40 Jahre nach 68 ist es geschafft, was ein Bush-Clan und abertausende Missionare nicht geschafft haben. Der Islam ist unterminiert, infiltriert und zerfällt in seine mittelalterlichen Einzelteile. Wer hätte das gedacht?
Danke, Joschka Fischer, Dany Cohn-Bendit % Co!

Und wer es nicht glaubt, der liest es hier nach, der Guardian aus London war´s.

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Saudi-Arabien: Mann enthauptet

März 18, 2008 · No Comments

Dieser Beitrag erschien am 8.3.2008 auf Gegen den Strom auf blog.de. Da ich Grund zur Annahme habe, daß mein Blog dort kurz vor der Löschung steht, transferiere ich alle Beiträge hierher.

Wie die Jerusalem Post berichtet, wurde gestern wieder ein Mörder in der saudi-arabischen Stadt Tabuk der Scharia entsprechend enthauptet:

Saudi authorities decapitated a citizen convicted of fatally stabbing a compatriot after a dispute, a newspaper report said on Saturday.

Mashari Bin Ali al-Balwy was executed a day earlier in the northern city of Tabuk, said the state-owned Okaz citing an Interior Ministry statement.

It said al-Balwy stabbed Ibrahim al-Howeity in the stomach with a knife, but did not clarify the nature of the argument between the two men.

Saudi Arabia follows a strict interpretation of Islam under which people convicted of murder, drug trafficking, rape and armed robbery can be executed, usually with a sword.

Ob das der Erzbischof von Canterbury gesehen hat?

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